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Corona-Lockerung: Weniger Deutsche haben Geldprobleme

Exklusive Umfrage  

Corona-Lockerung: Weniger Deutsche haben Geldprobleme

15.06.2020, 12:19 Uhr | fls, t-online.de

Corona-Lockerung: Weniger Deutsche haben Geldprobleme. Die Königsallee in Düsseldorf: Die Geldprobleme der Deutschen werden weniger, die Fußgängerzonen voller. (Quelle: imago images/Ralph Peters)

Die Königsallee in Düsseldorf: Die Geldprobleme der Deutschen werden weniger, die Fußgängerzonen voller. (Quelle: Ralph Peters/imago images)

Der Corona-Lockdown hat bei vielen Menschen auch zu finanziellen Schwierigkeiten geführt. Mit seinem Ende und den jüngsten Lockerungen entspannt sich bei ihnen die Lage wieder, wie eine Umfrage belegt.

Die Zahl der Deutschen, die wegen der Corona-Krise finanzielle Schwierigkeiten haben, geht angesichts der jüngsten Lockerungen durch die Politik zurück. Berichtete vor dem schrittweisen Aufheben der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie noch jeder Vierte von "finanziellen Engpässen", ist es nunmehr lediglich jeder Fünfte.

Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Kreditportals Smava hervor, die t-online.de exklusiv vorliegt. Smava hatte für die Erhebung ab dem 27. April rund 10.000 Menschen in Deutschland gefragt, ob sie sich "wegen Corona" in einem "finanziellen Engpass" befänden und anschließend die Ergebnisse aus der Woche vom 27. April bis 5. Mai mit jenen aus der Woche vom 2. Juni bis 11. Juni verglichen.

Demnach antworteten Ende April, vor dem Ende des Lockdowns, 24,9 Prozent der Befragten mit Ja, Anfang Juni waren es nur noch 20,4 Prozent. Hochgerechnet auf die gesamte Bundesbevölkerung entspricht das laut Smava einem absoluten Rückgang von 3,1 Millionen Menschen, die nicht länger unter coronabedingten finanziellen Problemen litten.

Zusatzkosten für Kinderbetreuung fallen weg

Der Lockdown hatte dafür gesorgt, dass vor allem Tausende Geschäfte, Restaurants und Hotels über Wochen schließen mussten. Zudem fuhren wegen fehlender Zulieferungen und geringerem Absatz zahlreiche Fabriken ihre Produktion herunter. Die Zahl der Menschen in Kurzarbeit wuchs in diesem Zuge auf zuletzt mehr als sechs Millionen Menschen an. In dieselbe Zeit fielen auch die Schließungen fast sämtlicher Schulen und Kitas – ein Umstand, der gerade Eltern stark belastete, die oft Babysitter organisieren und bezahlen mussten.


Dass all dies bei einigen Menschen zu finanziellen Schwierigkeiten führte, legt auch die neue Umfrage nahe. Unter denjenigen mit Geldproblemen gaben 28,7 Prozent die Kurzarbeit als Ursache an. 19,2 Prozent begründeten ihre finanziellen Engpässe mit "schlechter Auftragslage", 8,6 Prozent mit dem Verlust des Arbeitsplatzes.

Die Gründe für die nun bessere Lage in vielen Haushalten sind vielfältig. Laut Smava trugen vor allem die wieder geöffneten Geschäfte zur Entspannung bei vielen Menschen bei. Doch auch der Wegfall von Extra-Kosten für die Kinderbetreuung spielt eine Rolle, ebenso wie die bessere Auftragslage in vielen Unternehmen.

Verwendete Quellen:
  • Smava-Studie

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