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Industrieproduktion in China wächst schwächer als erwartet

Dämpfer für die Weltwirtschaft  

Industrieproduktion in China wächst schwächer als erwartet

15.06.2020, 12:08 Uhr | dpa

. Eine Fertigungskette in einer chinesischen Fabrik: Die Industrieproduktion in dem Land ist rückläufig. (Quelle: imago images/VCG)

Eine Fertigungskette in einer chinesischen Fabrik: Die Industrieproduktion in dem Land ist rückläufig. (Quelle: VCG/imago images)

Dämpfer für die globalen Wirtschaft: Die chinesische Industrie ist im Mai weniger stark gewachsen als angenommen. Diese Entwicklung könnte auf eine langsamere Erholung anderer Volkswirtschaften hindeuten.

Chinas Wirtschaft hat sich im Mai nicht so stark von dem Konjunktureinbruch infolge der Corona-Krise erholt wie erhofft. Die Industrieproduktion legte zwar im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent zu, wie das nationale Statistikamt am Montag in Peking mitteilte.

Volkswirte hatten allerdings mit einem Plus von 5,0 Prozent gerechnet. Im April war die Industrieproduktion der zweitgrößten Volkswirtschaft um knapp vier Prozent gestiegen.

Im Mai verzeichnete das verarbeitende Gewerbe mit einem Plus von 5,2 Prozent den größten Anstieg, gefolgt von der Energieversorgung mit plus 3,6 Prozent. Den geringsten Anstieg gab es im Bergbau, dessen Produktion lediglich um 1,1 Prozent zulegte.

Investitionen fielen stärker als erwartet

Die Zahlen deuten darauf hin, dass sich die weltweite Wirtschaft weniger schnell vom Corona-Schock erholen könnte als erhofft. Denn als Ursprungsland des Coronavirus hat China die Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft relativ früh wieder gelockert – und gilt damit als Vorreiter für die wirtschaftliche Entwicklungen in anderen Ländern.

Die Investitionen in Sachanlagen enttäuschten ebenfalls. Hier meldete das Statistikamt für den Zeitraum von Januar bis Mai einen Rückgang von 6,3 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Experten hatten ein Minus von lediglich 6,0 Prozent erwartet.

Die Lage der Weltwirtschaft sei schwieriger und komplizierter geworden, teilte das Statistikamt mit. Die Binnenkonjunktur sehe sich nach wie vor mit vielen Risiken und Herausforderungen konfrontiert.

Einzelhandelsumsätze sinken weiter

Die Sorgen mit Blick auf die Binnennachfrage unterstrichen die Zahlen zur Umsatzentwicklung im Einzelhandel. Die Umsätze fielen im Mai im Jahresvergleich um 2,8 Prozent, wohingegen Analysten mit einem geringeren Rückgang um 2,3 Prozent gerechnet hatten.

"Im Allgemeinen hat sich Chinas Wirtschaft in den letzten Monaten kontinuierlich erholt", schrieb Volkswirt Hao Zhou von der Commerzbank. "Die neuen lokalen Covid-19-Fälle in der Hauptstadt bringen jedoch neue Unsicherheiten für die wirtschaftlichen Aussichten mit sich."

Da eine vollständige Abriegelung unwahrscheinlich sei, sei ein Anstieg der neuen Fälle wohl unvermeidlich. Damit würden die negativen Auswirkungen des Virus länger anhalten und die wirtschaftliche Erholung werde verlangsamt. Die Corona-Pandemie hatte in China ihren Anfang genommen, so dass die Wirtschaft dort früher als in anderswo unter Druck geraten war.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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