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Luftfahrtgesellschaft Walter steht vor dem endgültigen Aus

Corona-Krise  

Luftfahrtgesellschaft Walter steht vor dem endgültigen Aus

16.06.2020, 12:08 Uhr | mak, dpa

Insolvenz: Wann ein Unternehmen insolvent ist und was das bedeutet

Air Berlin, Schlecker, Germania – große deutsche Unternehmen, die in den vergangenen Jahren Insolvenz anmelden mussten. Aber was heißt das eigentlich? Und wer bekommt das restliche Vermögen des Unternehmens? t-online.de klärt auf. (Quelle: t-online.de)

Firmenpleiten betreffen immer mehr deutsche Unternehmen: t-online.de erklärt, wann ein Unternehmen insolvent ist und wer das übrige Vermögen des Unternehmens bekommt. (Quelle: t-online.de)


Die Flieger der Regio-Airline Walter bleiben am Boden: Die insolvente Luftfahrtgesellschaft hatte in der Corona-Krise einen Käufer gesucht – aber ohne Erfolg. Das hat auch Folgen für die Mitarbeiter.

Die Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW) mit 15 Flugzeugen und 354 Beschäftigten steht vor dem Aus. "Leider ist es bislang nicht gelungen, einen Käufer oder Investor zu finden", sagte ein Sprecher des Berliner Mutterkonzerns Zeitfracht am Dienstag. 

Sollte dies bis Ende Juni nicht gelingen, müsse zum 1. Juli das Insolvenzverfahren eingeleitet werden. LGW hatte Ende April Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet und eigenen Angaben zufolge mehrere hundert potenzielle Käufer kontaktiert – ohne Erfolg.

Den Mitarbeitern sei bereits am Montag angekündigt worden, dass das Unternehmen liquidiert und die Arbeitsverträge zum Juli gekündigt werden sollten, teilte die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) am Montag mit. "Wir verurteilen die Aufgabe der LGW durch die Zeitfracht und die Lufthansa aufs Schärfste", hieß es von VC-Präsident Markus Wahl. "Wie kann es sein, dass in Zeiten milliardenschwerer Kredite in der Luftfahrtbranche niemand soziale Verantwortung für die Belegschaft der Partner-Airline und einstigen Lufthansa-Tochter übernimmt?"

Walter flog im Auftrag von Eurowings

Die Lufthansa übernahm die Regio-Airline Walter 2017 von der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin. Walter flog fortan im Namen der Lufthansa-Tochter Eurowings. 2019 kaufte die Unternehmensgruppe Zeitfracht Walter von der Lufthansa ab, flog jedoch weiter im Auftrag von Eurowings – vor allem auf innerdeutschen Strecken, aber auch innerhalb Europas.

In der Corona-Krise hatte Eurowings die Leasing-Verträge der Flugzeuge sowie der zugehörigen Crew gekündigt. Aus Gewerkschaftssicht war dieser Schritt ausschlaggebend für die weitere Entwicklung. Zeitfracht äußerte sich dazu zunächst nicht.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • airliners.de

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