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Wegen Großaktionär: Platzt die Staatsbeteiligung bei der Lufthansa?

Wegen Großaktionär  

Platzt die Staatsbeteiligung bei der Lufthansa?

17.06.2020, 11:27 Uhr | fls, dpa, rtr

Wegen Großaktionär: Platzt die Staatsbeteiligung bei der Lufthansa?. Eine Maschine der Lufthansa beim Start: Die Zukunft der Airline hängt von Staatsgeld ab. (Quelle: imago images/MiS)

Eine Maschine der Lufthansa beim Start: Die Zukunft der Airline hängt von Staatsgeld ab. (Quelle: MiS/imago images)

Der Lufthansa-Deal droht zu kippen. Der Grund: Ein Großaktionär betrachtet den Einstieg des Bundes bei der Airline kritisch. Jetzt hat die Lufthansa selbst reagiert.

Die Lufthansa hat vor einem Scheitern des milliardenschweren Rettungspaketes auf der außerordentlichen Hauptversammlung gewarnt. "Dies würde bedeuten, dass die Deutsche Lufthansa AG möglicherweise zeitnah zur Hauptversammlung ein insolvenzrechtliches Schutzschirmverfahren beantragen müsste, wenn es dann nicht unverzüglich zu einer anderen Lösung kommt", teilte die Fluggesellschaft am Mittwoch mit.

Hintergrund sind Äußerungen des Großaktionärs Heinz Hermann Thiele in einem Interview in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Darin hatte Thiele insbesondere an dem geplanten Einstieg des Bundes Kritik geäußert.

Die Stimme des Großaktionärs bekommt mehr Gewicht

Zuvor hatte Thiele seine Anteile an der Lufthansa um fünf Prozent über die meldepflichtige Schwelle von 15 Prozent der Aktien aufgestockt. Damit bekommen die kritischen Stimmen ein stärkeres Gewicht auf der Hauptversammlung. Stimmen neben Thiele eine größere Zahl weiterer Anteilseigner gegen den Einstieg des Staates, könnte das Vorhaben scheitern.

"Der Vorstand geht aktuell davon aus, dass die Präsenz bei der außerordentlichen Hauptversammlung am 25. Juni unter 50 Prozent liegen wird", teilte Lufthansa weiter mit. Angesichts der Äußerungen Thieles halte es der Vorstand für möglich, "dass das Stabilisierungspaket die in diesem Fall erforderliche Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen verfehlen könnte."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und Reuters

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