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Corona-Krise lässt Steuereinnahmen einbrechen: "Signifikante" Rückgänge

"Signifikanter" Rückgang  

Corona-Krise lässt Steuereinnahmen dramatisch einbrechen

19.06.2020, 11:05 Uhr | dpa

Corona-Krise lässt Steuereinnahmen einbrechen: "Signifikante" Rückgänge. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das Steueraufkommen in den ersten fünf Monaten um 6,3 Prozent gesunken.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das Steueraufkommen in den ersten fünf Monaten um 6,3 Prozent gesunken. Foto: Daniel Reinhardt/dpa. (Quelle: dpa)

Viele Menschen sind in Kurzarbeit und kaufen weniger ein. Das hat Auswirkungen auf die Steuereinnahmen des Bundes: Sie gingen im Mai stark zurück. Auch die Länder nahmen weniger Geld ein als noch im Mai 2019.

Die Steuereinnahmen des Staates – ohne die Gemeindesteuern – sind coronabedingt im Mai um 19,9 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat eingebrochen. "Die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise sowie die aufgrund dieser Krise getroffenen steuerlichen Maßnahmen belasteten das Steueraufkommen im Mai 2020 signifikant", schreibt das Bundesfinanzministerium in seinem neuen Monatsbericht. Beim Bund lag das Minus mit 34,8 Prozent sogar noch deutlich höher. Die Länder verbuchten einen Rückgang um 14,7 Prozent.

In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres sank das Steueraufkommen um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Gemeinschaftssteuern, zu denen etwa die Lohnsteuer gehört, gingen um 7,5 Prozent zurück, die Bundessteuern um 2,9 Prozent. Bei den reinen Ländersteuern hingegen ergab sich ein Zuwachs um 7,5 Prozent.

Bundesregierung will mit Konjunkturpaket gegensteuern

Weil viele Unternehmen Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt haben, gingen die Lohnsteuereinnahmen im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um gut zehn Prozent zurück. Die Umsatzsteuereinnahmen sanken um 21 Prozent. Der weitgehend zum Erliegen gekommene Flugverkehr führte bei der Luftverkehrssteuer zu einem Minus von fast 97 Prozent.

Um die Konjunktur anzukurbeln und Kaufanreize zu schaffen, will die Bundesregierung die Mehrwertsteuer vom 1. Juli an für ein halbes Jahr von 19 auf 16 Prozent senken. Der ermäßigte Satz soll für sechs Monate von 7 auf 5 Prozent reduziert werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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