Sie sind hier: Home > Finanzen > Corona-Krise >

Galeria Karstadt Kaufhof schließt bundesweit 62 Filialen

Insider-Informationen  

Auch rund 20 Karstadt-Sport-Filialen stehen vor dem Aus

19.06.2020, 11:28 Uhr | rtr

Galeria Karstadt Kaufhof schließt bundesweit 62 Filialen . Eine Filiale von Karstadt Sport in Berlin: Auch beim Sportableger des Konzerns muss offenbar gespart werden. (Quelle: imago images)

Eine Filiale von Karstadt Sport in Berlin: Auch beim Sportableger des Konzerns muss offenbar gespart werden. (Quelle: imago images)

Müssen noch mehr Filialen bei Galeria Karstadt Kaufhof schließen? Insidern zufolge sollen jetzt auch Geschäfte von Karstadt Sport auf der Streichliste des Konzerns stehen. Eine Entscheidung steht noch aus.

Bei der angeschlagenen Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof sollen Insidern zufolge neben 62 der bundesweit 172 Warenhäuser auch rund 20 Filialen von Karstadt Sport schließen. Die Zahl stehe im Raum, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von mehreren Seiten. Letzte Verhandlungen zwischen Management und Arbeitnehmern zu den Plänen liefen jedoch noch.

Damit steige auch die Zahl der von den Schließungsplänen betroffenen Mitarbeiter, hieß es weiter. Den Insidern zufolge stehen bei den Warenhäusern durch die Schließungspläne allein mindestens 5.000 Stellen auf der Kippe. Sprecher des Unternehmens und der Gewerkschaft Verdi waren zunächst nicht für Stellungnahmen zu erreichen.

Die Schließungspläne für die Warenhäuser sind Teil einer Einigung auf einen Sanierungstarifvertrag zwischen Management, Betriebsrat und Gewerkschaft Verdi, hatten Insider am Donnerstag gesagt. Für die Betroffenen solle es einen Sozialplan geben. Die detaillierten Pläne würden am Freitag gegen Mittag vorgestellt. Sie sollen dann auch der Gläubigerversammlung vorgelegt werden.

Beim Kaufhauskonzern geht es ums Überleben

Galeria Karstadt Kaufhof kämpft in der Corona-Krise ums Überleben, dem Konzern brechen die Umsätze weg. Der Warenhaus-Riese hatte Anfang April ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Dieses gilt als Vorstufe der Insolvenz, folgt den gleichen Regeln und mündet oft in ein reguläres Insolvenzverfahren. Der Konzern gehört ebenso wie zahlreiche seiner Warenhaus-Immobilien der Signa-Holding des österreichischen Immobilien-Investors Rene Benko.

Bei dem Warenhaus-Riesen waren nach den bisherigen Plänen des gerichtlich bestellten Sachwalters Frank Kebekus und des Generalbevollmächtigten Arndt Geiwitz bis zu 80 der gut 170 Kaufhäuser vom Aus bedroht. Nun sollen den Insidern zufolge 62 Filialen schließen.

Verdi hatte bereits erklärt, in den am Montag begonnenen Verhandlungen habe das Management pauschale Pläne für einen Abbau von zehn Prozent der Stellen vom Tisch genommen. Geiwitz und Kebekus wollen am 22. Juni den Gläubigern des Konzerns einen Insolvenzplan präsentieren. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal