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Börsenbeben: Wirecard-Aktie bricht am Freitag weiter stark ein


Neues Börsenbeben  

Wegen Bilanzskandal: Wirecard-Aktie bricht am Freitag weiter ein

19.06.2020, 20:12 Uhr | mak, dpa

Börsenbeben: Wirecard-Aktie bricht am Freitag weiter stark ein. Wirecard-Zentrale in Aschheim bei München: Wohin geht es bei Wirecard? (Quelle: imago images/Sven Simon)

Wirecard-Zentrale in Aschheim bei München: Wohin geht es bei Wirecard? (Quelle: Sven Simon/imago images)

Es geht abwärts: Nachdem der Zahlungsdienstleister Wirecard die Vorlage seiner Bilanz am Donnerstag erneut verschoben hat, sind die Aktien des Konzern um rund 60 Prozent eingebrochen. Am Freitag stürzen die Papiere weiter ab.

Die Aktien des in einen Bilanzskandal verwickelten Dax-Konzerns Wirecard WIRECARD AG Aktie sind am Freitagmorgen weiter stark eingebrochen. Der Kurs fiel am Vormittag zwischenzeitlich um mehr als 42 Prozent auf 22,5 Euro.

Am Donnerstag waren die Papiere um knapp 62 Prozent abgestürzt, nachdem der Zahlungsdienstleister wegen milliardenschwerer Unklarheiten in der Bilanz seinen Jahresabschluss für 2019 erneut nicht vorgelegt hatte.

Neben dieser erneuten Verschiebung der Zahlenvorlage hatte Wirecard am Donnerstag offenbart, dass die Bilanzprüfer Zweifel an der Existenz von 1,9 Milliarden Euro haben, die auf Treuhandkonten in Asien verbucht worden sein sollen. Wirecard-Vorstandschef Markus Braun sieht das Unternehmen womöglich in einen Betrugsfall verstrickt.

Eines der zwei Treuhandkonten existiert wohl nicht

Dafür verdichten sich nun die Indizien. Die philippinische Bank BDO Unibank, bei der angeblich eines der zwei Treuhandkonten für Wirecard geführt wurde, erklärte am Freitag, dass das deutsche Unternehmen kein Kunde sei.

"Das Dokument, in dem die Existenz eines Wirecard-Kontos bei BDO behauptet wird, ist ein manipuliertes Dokument, das gefälschte Unterschriften von Bankangestellten trägt", hieß es in der Stellungnahme des südostasiatischen Geldhauses. "Der Fall ist an die Zentralbank der Philippinen berichtet worden." Zuvor hatte die US-Nachrichtenagentur Bloomberg über die Stellungnahme berichtet.

Doch bereits seit längerem gibt es Kritik an den Bilanzen des Konzerns – wenn auch in anderen Fragen. Eine Sonderprüfung durch die Beraterfirma KPMG hatte diese nicht ausräumen können.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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