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Corona-Krise: Prognose – Deutsche Wirtschaft bricht dieses Jahr krachend ein

Wirtschaftsweisen  

Deutsche Wirtschaft bricht dieses Jahr krachend ein

23.06.2020, 12:40 Uhr | fls, dpa, t-online.de

Corona-Krise: Prognose – Deutsche Wirtschaft bricht dieses Jahr krachend ein. Der Ökonom Lars Feld: Als Vorsitzender der fünf Wirtschaftsweisen berät er die Bundesregierung in volkswirtschaftlichen Fragen. (Quelle: imago images/Reiner Zensen)

Der Ökonom Lars Feld: Als Vorsitzender der fünf Wirtschaftsweisen berät er die Bundesregierung in volkswirtschaftlichen Fragen. (Quelle: Reiner Zensen/imago images)

Die Corona-Krise dürfte die deutsche Wirtschaft härter treffen als zuletzt gedacht. Die Wirtschaftsweisen korrigierten ihre Prognose nach unten – und rechnen nun mit einem Minus von 6,5 Prozent.

Die fünf Wirtschaftsweisen der Bundesregierung haben ihre Konjunkturprognose für das laufende Jahr nach unten korrigiert. In ihrer aktualisierten Schätzung vom Dienstag gehen sie jetzt davon aus, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr um 6,5 Prozent schrumpft. Zuletzt waren sie im März noch von einem Einbruch der Wirtschaft um 5,6 Prozent ausgegangen.

Die Corona-Pandemie wird voraussichtlich den stärksten Einbruch der deutschen Wirtschaft seit Bestehen der Bundesrepublik verursachen", sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Situation, Lars Feld, am Dienstag. "Wir erwarten, dass jedoch ab dem Sommer eine Erholung einsetzt."

2,7 Millionen Arbeitslose im laufenden Jahr

Für das Jahr 2021 erwarten die Ökonomen um Feld, dass sich die Wirtschaft spürbar erholt. Ihrer Prognose zufolge könnte das Bruttoinlandsprodukt im kommenden Jahr um 4,9 Prozent wachsen. Im März rechneten sie noch mit einem deutlich langsameren Wachstum von 1,0 Prozent.

Die Ökonomen warnen indes vor einer verfrühten Debatte um Steuererhöhungen, um die gewaltigen neuen Schulden zurückzuzahlen. "Fatal wäre es natürlich, jetzt schon von Steuererhöhungen zu reden mit dem Verweis auf Konsolidierung. Damit würde man der Erholung, auf die wir jetzt hoffen, einen Schlag mit dem Hammer verpassen", sagte der Frankfurter Ökonom Volker Wieland.

Mit ihrer Wirtschaftsprognose passten die Experten auch ihre Erwartungen für die Arbeitslosigkeit an. Im laufenden Jahr dürfte die Zahl der Arbeitslosen demnach auf 2,7 Millionen steigen. Die Arbeitslosenquote stiege damit auf einen Wert von 6,1 Prozent.

Verwendete Quellen:
  • Pressemitteilung des Sachverständigenrates
  • Nachrichtenagentur dpa

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