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Ifo-Institut: Geschäftsklima steigt so stark wie nie zuvor

Neue Ifo-Zahlen  

Geschäftsklima steigt so stark wie nie zuvor

24.06.2020, 10:35 Uhr | fls, dpa, rtr

Ifo-Institut: Geschäftsklima steigt so stark wie nie zuvor. Ifo-Präsident Clemens Fuest: Sein Institut befragt monatlich rund 9.000 Unternehmen zur Bewertung der wirtschaftlichen Lage. (Quelle: imago images/Sven Simon)

Ifo-Präsident Clemens Fuest: Sein Institut befragt monatlich rund 9.000 Unternehmen zur Bewertung der wirtschaftlichen Lage. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Aufatmen unter Deutschlands Firmenchefs: Aufgrund der Lockerungen der Corona-Maßnahmen blicken viele jetzt deutlich zuversichtlicher in die Zukunft.

Die Stimmung deutscher Unternehmen hat sich im Juni kräftig von ihrem drastischen Einbruch in der Corona-Krise erholt. Das Ifo-Geschäftsklima stieg gegenüber dem Vormonat um 6,5 Punkte auf 86,2 Zähler.

Das teilte das Ifo-Institut am Mittwoch in München mit. "Dies ist der stärkste jemals gemessene Anstieg", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Analysten hatten zwar mit einem Zuwachs gerechnet, diesen allerdings mit 85,0 Punkten im Schnitt etwas schwächer erwartet.

Zweiter Anstieg des Ifo-Index in Folge

Es ist der zweite Anstieg des wichtigen Konjunkturindikators in Folge, nachdem er im März und April krisenbedingt drastisch eingebrochen war. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage im Juni etwas besser, während die Zukunftsaussichten wesentlich besser beurteilt wurden.

"Die deutsche Wirtschaft sieht Licht am Ende des Tunnels", betonte Fuest. Die verbesserte Stimmung geht dabei quer durch alle Branchen:

  • Industrie: Im verarbeitenden Gewerbe stieg der Geschäftsklimaindex aufgrund der verbesserten Erwartungen der Industrieunternehmen. "So stark sind die Erwartungen bisher noch nie gestiegen", so Fuest. Die aktuelle Situation werde von vielen Firmen dennoch als schlecht eingestuft.
  • Dienstleister: Im Dienstleistungssektor nahm der Pessimismus insbesondere mit Blick auf das zweite Halbjahr ab.
  • Handel: Auch unter den Händlern ist die Stimmung besser als zuletzt. Allerdings erwarten laut Ifo viele Firmenchefs weiter eine schlechte Geschäftsentwicklung.
  • Bau: Das Bauhauptgewerbe ist ebenfalls zuversichtlicher als noch im Mai. Grund dafür sind vor allem die weniger schlechten Erwartungen für die kommenden Monate.

Die Viruskrise trifft die Konjunktur mit voller Wucht. Sinkende Konsumausgaben und schrumpfende Investitionen ließen die deutsche Wirtschaft bereits zum Jahresanfang einbrechen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel von Januar bis März um 2,2 Prozent und damit so stark wie seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 nicht mehr.

Im laufenden zweiten Quartal dürfte das BIP nach Einschätzung der Wirtschaftsweisen sogar um zehn bis elf Prozent einbrechen. Ab Sommer rechnen die meisten Experten dann mit einer spürbaren Belebung der Konjunktur.

Verwendete Quellen:
  • Ifo-Pressemitteilung
  • Nachrichtenagenturen dpa und Reuters

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