Sie sind hier: Home > Finanzen > Corona-Krise >

IWF prognostiziert tiefe Einschnitte der Weltwirtschaft

Wirtschaftliche Einschnitte wegen Corona  

IWF prognostiziert: "Kein Land bleibt verschont"

24.06.2020, 15:43 Uhr | dpa

IWF prognostiziert tiefe Einschnitte der Weltwirtschaft. Ein Mitarbeiter in einer spanischen Fabrik (Symbolbild): Die Wirtschaft hat in der Corona-Krise stark gelitten. (Quelle: imago images/ZUMA Wire)

Ein Mitarbeiter in einer spanischen Fabrik (Symbolbild): Die Wirtschaft hat in der Corona-Krise stark gelitten. (Quelle: ZUMA Wire/imago images)

Die Corona-Krise wird für einen globalen Wirtschaftseinbruch sorgen, prognostiziert der Internationale Währungsfonds. Die Leistung der Weltwirtschaft wird demnach um mehrere Billionen Euro zurückgehen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie mit einer schlimmeren globalen Rezession als noch im April vorhergesagt. Die Weltwirtschaft werde in diesem Jahr um 4,9 Prozent einbrechen, hieß es am Mittwoch in einer neuen IWF-Prognose. 

Im April hatte der IWF noch ein Schrumpfen von drei Prozent vorhergesagt. Im Januar, vor der Zuspitzung der Pandemie, rechnete der IWF noch mit 3,3 Prozent Wachstum.

Die globale Wirtschaftsleistung wird nach Berechnungen des IWF in diesem und im nächsten Jahr insgesamt um 12,5 Billionen US-Dollar (11 Billionen Euro) geringer ausfallen. "Kein Land bleibt verschont", sagte IWF-Chefvolkswirtin Gita Gopinath bei der Vorstellung der jüngsten IWF-Wirtschaftsprognose.

IWF rechnet im nächsten Jahr mit Erholung

Für die Länder der Eurozone geht der Fonds nun von einem dramatischen Wirtschaftseinbruch von 10,2 Prozent aus, fast drei Prozentpunkte mehr als noch im April angenommen. Für Frankreich, Italien und Spanien prognostiziert der IWF in diesem Jahr einen deutlich schlimmeren Einbruch um jeweils mehr als zwölf Prozent.

In Deutschland soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 7,8 Prozent schrumpfen, wie der IWF mitteilte. Im April war der IWF noch von sieben Prozent ausgegangen. Für die USA, die weltgrößte Volkswirtschaft, erwartet der IWF nun einen Rückgang um acht Prozent (April-Prognose: 6,1 Prozent).

Obwohl die Corona-Krise die Wirtschaft mehr in Mitleidenschaft gezogen hat, als noch im April angenommen, rechnet der IWF für kommendes Jahr weiterhin mit einer Erholung. Die globale Wirtschaft soll 2021 um 5,4 Prozent zulegen – das wären 0,4 Prozentpunkte weniger als im April prognostiziert. Die Länder der Eurozone sollen demnach um sechs Prozent wachsen, Deutschlands Wirtschaft um 5,4 Prozent.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal