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Lufthansa: Großaktionär will wohl dem Rettungspaket zustimmen

Angeschlagene Airline  

Bericht: Lufthansa-Großaktionär will Rettungspaket zustimmen

24.06.2020, 19:56 Uhr | mak, dpa

Lufthansa: Großaktionär will wohl dem Rettungspaket zustimmen. Lufthansa-Maschinen auf dem Münchner Flughafen: Offenbar ist die Rettung des Unternehmens nun beschlossene Sache. (Quelle: imago images/MiS)

Lufthansa-Maschinen auf dem Münchner Flughafen: Offenbar ist die Rettung des Unternehmens nun beschlossene Sache. (Quelle: MiS/imago images)

Zuletzt wurde über die Entscheidung von Heinz Hermann Thiele spekuliert, nun steht offenbar fest: Der Großaktionär ist mit dem Milliarden-Rettungspaket vom Staat einverstanden.

Der Lufthansa-Großaktionär Heinz Hermann Thiele will einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge dem Rettungspaket für die angeschlagene Airline zustimmen. Damit würde dem Einstieg des Staates bei der Fluggesellschaft nichts im Wege stehen. "Ich werde für die Beschlussvorlage stimmen", sagte Thiele der Zeitung.

Thiele könnte als größter Aktionär mit einem Anteil von 15,5 Prozent den Staatseinstieg verhindern – diesen Anteil hatte er erst vor Kurzem erhöht. Grund ist die bereits feststehende geringe Beteiligung von weniger als 38 Prozent der Stimmrechte, die Thiele an diesem Schicksalstag der Lufthansa eine Sperrminorität verschafft.

Er stimme gegen die Insolvenz, sagte Thiele der Zeitung, die ihn mit den Worten zitiert: "Es liegt im Interesse aller Lufthansa-Mitarbeiter, dass das Management zügige Verhandlungen mit den Gewerkschaften über die nötige Restrukturierung führen kann."

Thiele äußerte Bedenken zum Staatseinstieg

Der Investor hatte sich Anfang vergangener Woche in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" geäußert und zeigte sich besonders mit dem geplanten Staatseinstieg unzufrieden. "Ich bin der festen Überzeugung, dass der Staat nicht der beste Unternehmer ist."

Thiele hatte zugleich betont, die Aufstockung seines Anteils sei "kein Signal, auf der Hauptversammlung gegen irgendetwas zu stimmen". Bei der Lufthansa kam dennoch die Sorge auf, der Investor werde seine Sperrminorität nutzen, um das Paket zu blockieren.

Der Rettungsplan für die Lufthansa sieht vor, dass der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds im Zuge einer Kapitalerhöhung Aktien zeichnet, um eine Beteiligung von 20 Prozent am Grundkapital der Airline aufzubauen. Zudem sind stille Einlagen von bis zu 5,7 Milliarden sowie ein Kredit von bis zu drei Milliarden Euro geplant.

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