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Ifo-Institut: Exporteure blicken deutlich gelassener in die Zukunft

Corona-Krise  

Exporteure blicken deutlich gelassener in die Zukunft

25.06.2020, 12:44 Uhr | rtr

Ifo-Institut: Exporteure blicken deutlich gelassener in die Zukunft. Ein Containerschiff (Symbolbild): Das Exportklima hellt sich etwas auf. (Quelle: imago images/Markus Tischler)

Ein Containerschiff (Symbolbild): Das Exportklima hellt sich etwas auf. (Quelle: Markus Tischler/imago images)

Die deutschen Unternehmen erwarten eine baldige Erholung der Ausfuhrwirtschaft. Das entsprechende Barometer des Münchner Ifo-Instituts stieg stark an. Die Zukunftsaussichten sind jedoch brüchig.

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich im Juni in Erwartung eines Abflauens der Corona-Pandemie aufgehellt. Das Barometer für die Exporterwartungen der Industrie kletterte von minus 26,7 Punkten im Vormonat auf minus 2,3 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Donnerstag unter Berufung auf seine Umfrage unter 2300 Unternehmen mitteilte.

Das sei der kräftigste Anstieg innerhalb eines Monats, der bislang ermittelt wurde. "Die deutsche Industrie arbeitet sich aus dem Keller", erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

In der Autobranche setzte sich der Aufwärtstrend aus dem Vormonat fort. "Die Hersteller erwarten ein deutliches Exportplus in den nächsten Monaten", hieß es dazu. Gleiches gilt demnach für die Pharmabranche.

2021 könnte Handel deutlich wachsen

In den anderen Sektoren werden noch keine Exportzuwächse erwartet, allerdings habe sich die Stimmung auch hier merklich aufgehellt. In der chemischen Industrie gehen die Unternehmen von konstanten Exporten aus. In der Elektrotechnik und im Maschinenbau wird weiter mit sinkenden Auslandsumsätzen gerechnet.

Den Exporteuren macht die Corona-bedingte Rezession bei wichtigen Handelspartnern wie den USA, Frankreich und Italien zu schaffen. Die Welthandelsorganisation WTO geht davon aus, dass der globale Warenaustausch in diesem Jahr wegen der Pandemie zwischen 13 und 32 Prozent einbrechen wird. Das trifft Export-Europameister Deutschland besonders stark.

Für 2021 erwartet die WTO ein kräftiges Wachstum von 21 bis 24 Prozent. Sie warnt aber, dass ein überraschend schwaches Weltwirtschaftswachstum, höhere Handelshürden und eine zweite Infektionswelle eine starke Erholung noch verhindern könnten. Der Handel werde in dem Fall 2021 womöglich nur um fünf Prozent wachsen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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