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Cirque du Soleil beantragt Insolvenzschutz – viele Entlassungen drohen

Legendärer Zirkus  

Cirque du Soleil vor der Insolvenz – 3.500 Mitarbeiter entlassen

01.07.2020, 11:01 Uhr | mak, dpa, AFP

 (Quelle: ProSieben)
Pleite droht: Cirque du Soleil entlässt fast 3.500 Mitarbeiter

Ohne Netz und doppelten Boden – nicht die Artisten, sondern der komplette "Cirque du Soleil" hängt derzeit buchstäblich am seidenen Faden. Der für seine weltberühmten Artistik-Shows bekannte "Cirque du Soleil" hat laut "CNN" Konkurs angemeldet. (Quelle: ProSieben)

Weltberühmte Artistik: Der Zirkus, der für seine hoch anspruchsvollen Nummern bekannt ist, soll Konkurs angemeldet haben. (Quelle: ProSieben)


Wegen der Corona-Krise mussten auch zahlreiche Zirkus-Shows abgesagt werden. Für den legendären Cirque du Soleil war das zu viel: Der hochverschuldete Konzern braucht Insolvenzschutz.

Der hochverschuldete Cirque du Soleil hat in der Corona-Krise Insolvenzschutz beantragt und die Streichung Tausender Stellen angekündigt. Ein Gericht im kanadischen Québec werde am Dienstag über das Ersuchen entscheiden, teilte der legendäre Zirkus mit.

Sollte der Insolvenzantrag durchkommen, will das mit insgesamt gut einer Milliarde Dollar (892 Millionen Euro) verschuldete Zirkusunternehmen auch in den USA Insolvenzschutz beantragen. Insolvenzschutz meint, dass das Unternehmen bei einer drohenden Zahlungsunfähigkeit vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt werden soll.

Cirque du Soleil
1984 wurde der Cirque du Soleil (zu deutsch: "Zirkus der Sonne") in Kanada gegründet. Im Gegensatz zu anderen Zirkussen verzichtet er vollständig auf Tiere in der Manege und setzt dafür auf opulente Artistik-Shows mit Musik und bunten Kostümen – rund um die Welt. Die Produktion einer Show kostet bis zu 50 Millionen Euro, manche sind sogar noch teurer. Der Wert des Zirkusunternehmens beträgt Schätzungen zufolge rund zwei Milliarden US-Dollar.

Viele Mitarbeiter wurden entlassen

Rund 3.500 der etwa 5.000 Mitarbeiter wurden entlassen – diese wurden zuvor bereits beurlaubt. Der Schritt sei eine Folge der "immensen Störungen und aufgezwungenen Einstellungen von Shows" in der Folge der Corona-Pandemie, hieß es von dem Entertainment-Konzern.

Das Unternehmen will seine Schulden mit Hilfe der kanadischen Regierung und von bisherigen Beteiligungsgesellschaften umschichten. Die aktuellen Pläne sehen vor, dass diese Institutionen 300 Millionen US-Dollar an Geldmitteln bereitstellen und dafür die Vermögensgegenstände des Konzerns übernehmen. 

Die Gebote beinhalteten auch die Absicht, die Mehrheit der gekündigten Mitarbeiter wieder einzustellen – sobald es das wirtschaftliche Umfeld erlaube.

Zahlreiche Shows wurden abgesagt

Weltweit hatte Cirque du Soleil im Zuge der Pandemie den Betrieb von mehreren Dutzend Shows einstellen müssen, darunter allein sechs im US-Glücksspielparadies Las Vegas. Auch zwei Produktionen in Deutschland waren betroffen: In München wurde "Totem" Mitte März beendet, zwei Wochen vor der ursprünglich angesetzten letzten Vorstellung. In Hamburg lief bis zur Schließung im März "Cirque du Soleil: Paramour" in Zusammenarbeit mit Stage Entertainment. 

Aktuell sind Aufführungen bis Ende August 2020 ausgesetzt. Die Produktion soll laut Webseite nach 16 Vorstellungen im September auslaufen. Für September 2021 ist eine neue Show in Berlin angekündigt.

Verwendete Quellen:

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