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Aktien Europa Schluss: Gute US-Jobdaten treiben den EuroStoxx an


Aktien Europa Schluss: Gute US-Jobdaten treiben den EuroStoxx an

02.07.2020, 18:30 Uhr | dpa-AFX

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - An den europäischen Aktienmärkten haben sich am Donnerstag die Hoffnungen der Anleger auf erfreuliche US-Arbeitsmarktdaten erfüllt: Die wichtigsten Indizes zogen zum Teil deutlich an. Anhaltenden Auftrieb gaben auch Nachrichten zu Fortschritten in der Impfstoffentwicklung gegen das Coronavirus.

Der EuroStoxx 50 schnellte um 2,84 Prozent auf 3320,09 Punkte in die Höhe. Damit bewegt sich der Leitindex der Eurozone wieder auf dem Niveau vom 10. Juni.

In Paris stieg der französische Leitindex Cac 40 um 2,49 Prozent auf 5049,38 Punkte. Für den FTSE 100 ging es in London um 1,34 Prozent auf 6240,36 Zähler aufwärts.

Die Lage auf dem krisengeschwächten Arbeitsmarkt in den USA entspannte sich deutlich. Die Arbeitslosenquote fiel dort im Juni auf 11,1 Prozent und damit deutlich kräftiger als erwartet. Die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft stieg ebenfalls sehr viel deutlicher.

"Nachdem die Corona-Beschränkungen gelockert wurden und sich Stimmungsindikatoren zuletzt aufgehellt haben, kann auch der Arbeitsmarkt überzeugen", schrieb Analyst Ralf Umlauf von der Landesbank Helaba.

Laut dem Anlagestrategen Franz Wenzel bei Axa IM hat sich der Fokus der Anleger inzwischen auf den Weg hinaus aus der Krise verschoben. Zwar sei die Corona-Pandemie längst nicht überwunden, doch die scharfe Rezession in diesem Jahr dürfte ihrem Höhepunkt im zweiten Quartal erreicht haben. Das zweite Halbjahr lasse angesichts überdimensionaler Konjunkturpakte nun Besserung erwarten und könnten "der Grundstein für ein solides Wachstum 2021" sein.

Vor diesem Hintergrund verzeichneten alle europäischen Branchen Gewinne. Am stärksten zog der konjunktursensible Banksektor mit plus 4,27 Prozent an, gefolgt von der Autobranche mit einem Gewinn von 3,40 Prozent.

Die Autobranche profitierte vor allem von erfreulichen Absatzzahlen aus China. Die Corona-Pandemie ist in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt zunehmend weniger spürbar. China war als erstes Land vom Virusausbruch betroffen und erholte sich seither am deutlichsten. In den USA, wo das Virus mit Zeitverzögerung ankam, grassiert es derzeit dagegen noch heftig. Erstmals seit Beginn der Pandemie wurden in den USA mehr als 50 000 Neuinfektionen an einem Tag verzeichnet. Die Corona-Krise hat den US-Automarkt im zweiten Quartal kräftig ausgebremst.

Unter den Einzelwerten der Autobranche profitierten von den Absatzzahlen aus China neben den Aktien der deutschen Hersteller auch Renault mit plus 5,1 Prozent, PSA mit 3,7 Prozent und Fiat Chrysler mit 2,4 Prozent.

Analystenkommentare bewegten ebenfalls: So hieß es von der Schweizer Großbank Credit Suisse, dass der irischen Zementhersteller CRH innerhalb der Branche am besten aufgestellt sei, um sich von der Corona-Krise zu erholen. Die Experten verwiesen auf die vorteilhafte geographische Verteilung des Geschäfts. Damit zogen die Anteilsscheine um rund drei Prozent an.

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