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Corona-Krise: So viel Geld hat jeder weniger in der Tasche – Rechnung

Experten-Rechnung  

So viel Geld hat jeder wegen Corona weniger in der Tasche

03.07.2020, 16:48 Uhr | mak, t-online

Corona-Krise: So viel Geld hat jeder weniger in der Tasche – Rechnung. Hände kramen in einem Geldbeutel (Symbolbild): Die Corona-Krise kostet die Deutschen Milliarden Euro an Einkommen. (Quelle: imago images/Eibner)

Hände kramen in einem Geldbeutel (Symbolbild): Die Corona-Krise kostet die Deutschen Milliarden Euro an Einkommen. (Quelle: Eibner/imago images)

Die Corona-Krise bringt vielen Unternehmen finanzielle Engpässe, Millionen Menschen sind in Kurzarbeit. Das merkt jeder Bürger in Deutschland im Geldbeutel – zumindest nach einer Modellrechnung.

Wegen der Corona-Krise hätte jeder Bürger in Deutschland im Durchschnitt 1.325 Euro weniger zur Verfügung. Das haben Ökonomen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) für das Nachrichtenmagazin "Spiegel" ausgerechnet.

Doch das bedeutet nicht, dass jeder Deutsche wirklich rund 1.000 Euro weniger im Geldbeutel hat. Denn diese Zahl stammt nur aus einer Modellrechnung. So gehen die Wirtschaftswissenschaftler davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 6,8 Prozent schrumpfen wird.

Bruttoinlandsprodukt
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist der wichtigste Gradmesser für die wirtschaftliche Leistung eines Landes. Das BIP ist der Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen für den Endverbraucher, die innerhalb eines Zeitraums in einem Land hergestellt oder angeboten wurden. Meist wird es auf ein Jahr bestimmt.

Das sogenannte Volkseinkommen, also im Grunde das Einkommen aller Bürger sowie sämtliche Unternehmensgewinne in einem Land, sinkt laut der Rechnung um 110 Milliarden Euro. Auf alle Bürger gerechnet entsteht die Summe von 1.325 Euro.

Fast 400 Milliarden Euro an Einkommen verloren

Doch die Kosten der Corona-Pandemie sind wahrscheinlich noch höher. Schließlich gingen zahlreiche Ökonomen für 2020 von einem kräftigen Wirtschaftswachstum aus – vor der Corona-Pandemie. "Zwar wird die Wirtschaft im kommenden Jahr voraussichtlich wieder stark wachsen", sagte auch IfW-Präsident Gabriel Felbermayr dem "Spiegel". Das bedeute aber nicht, "dass wir wieder auf das Vorkrisenniveau kommen".

Die IfW-Ökonomen schätzen deshalb, dass im Vergleich zu der Entwicklung, die ohne Corona erwartet wurde, Einkommen von etwa 390 Milliarden Euro bis Ende 2021 verloren sind. Das gelte für den Fall, wenn die Wirtschaft im nächsten Jahr um sechs Prozent wachse, so die Ökonomen.

Verwendete Quellen:


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