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Forderung der EZB: Banken sollen bis Anfang 2021 keine Dividenden ausschütten

Keine Dividenden  

EZB fordert Banken zu Sparsamkeit auf

28.07.2020, 11:52 Uhr | dpa

Forderung der EZB: Banken sollen bis Anfang 2021 keine Dividenden ausschütten. Zentralen der Deutschen Bank (l.) und der Commerzbank in Frankfurt am Main (Symbolbild): Wegen der Corona-Krise sollen Banken im Euroraum keine Dividenden ausschütten. (Quelle: imago images/onemorepicture)

Zentralen der Deutschen Bank (l.) und der Commerzbank in Frankfurt am Main (Symbolbild): Wegen der Corona-Krise sollen Banken im Euroraum keine Dividenden ausschütten. (Quelle: onemorepicture/imago images)

Die Banken im Euroraum sollen sparen – so will es die Europäische Zentralbank. Sie sollen etwa vorerst darauf verzichten, Dividenden an ihre Anteilseigner auszuschütten. Denn die Banken sollen weiterhin Kredite vergeben können.

Banken im Euroraum sollen nach dem Willen der Aufseher bis zum 1. Januar 2021 auf die Ausschüttung von Dividenden sowie Aktienrückkäufe verzichten. Das soll die Fähigkeit der Geldhäuser in der Corona-Pandemie stärken, mögliche Verluste zu verkraften und ausreichend Mittel für die Kreditvergabe an Privatleute und Firmen zu haben.

"Der Aufbau starker Kapital- und Liquiditätspuffer seit der letzten Finanzkrise hat es den Banken in dieser Krise ermöglicht, weiterhin Kredite an private Haushalte und Unternehmen zu vergeben und damit zur Stabilisierung der Realwirtschaft beizutragen", begründete der Chef der Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB), Andrea Enria, am Dienstag. "Umso wichtiger ist es, die Banken zu ermutigen, ihre Kapital- und Liquiditätspuffer jetzt zu nutzen, um sich weiterhin auf diese übergeordnete Aufgabe zu konzentrieren: die Kreditvergabe."

EZB beaufsichtigt 115 Banken direkt

Bislang hatte die EZB an Banken appelliert, mindestens bis zum 1. Oktober dieses Jahres keine Dividenden an ihre Aktionäre auszuzahlen. Viele Banken strichen in der Folge geplante Gewinnausschüttungen für das Geschäftsjahr 2019 oder verringerten diese zumindest.

Die EZB beaufsichtigt seit November 2014 die größten Banken und Bankengruppen im Euroraum direkt, derzeit sind dies 115 Institute im gemeinsamen Währungsraum, die für fast 82 Prozent des Marktes im Währungsraum der 19 Länder stehen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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