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Amazon ist der große Gewinner in der Corona-Krise – Erwartungen übertroffen


Tech-Unternehmen übertreffen Erwartungen  

Amazon ist der große Gewinner in der Corona-Krise

31.07.2020, 08:38 Uhr | dpa

Amazon ist der große Gewinner in der Corona-Krise – Erwartungen übertroffen. Jeff Bezos: Der Amazon-Chef kann sich inmitten der Corona-Krise über einen fast doppelten Quartalsgewinn freuen. (Quelle: dpa/Andrej Sokolow)

Jeff Bezos: Der Amazon-Chef kann sich inmitten der Corona-Krise über einen fast doppelten Quartalsgewinn freuen. (Quelle: Andrej Sokolow/dpa)

Die Tech-Riesen der USA blühen inmitten der Corona-Krise auf. Der weltgrößte Onlinehändler Amazon erfreut sich größerer Beliebtheit denn je. Und auch Facebook und Apple können Gewinne verbuchen. 

US-Technologiekonzerne wie Apple, Google und Facebook haben im von der Corona-Pandemie geprägten zweiten Geschäftsquartal überraschend gut abgeschnitten. Inmitten des schlimmsten US-Wirtschaftsabschwungs seit der Großen Depression der 1930er Jahre wies der Internet-Gigant Amazon gar den höchsten Gewinn seiner 26-jährigen Firmengeschichte aus. Auch die anderen Großen der Branche schnitten überraschend gut ab: Der Smartphone-Hersteller Apple übertraf mit seinen Zahlen für das zweite Quartal ebenso die Markterwartungen wie das "soziale Netzwerk" Facebook und Alphabet, die Muttergesellschaft des Internet-Riesen Google.

"Das war wieder ein sehr ungewöhnliches Quartal", sagte Jeff Bezos, reichster Mensch der Welt und Gründer und Großaktionär von Amazon. Der weltgrößte Onlineversand schnitt im Zuge des Corona-Lockdowns mit seinen massenhaften Geschäftsschließungen deutlich besser ab als von Experten erwartet. Die Neterlöse stiegen um etwa 40 Prozent auf 88,91 Milliarden Dollar (rund 75,71 Milliarden Euro), der Gewinn verdoppelte sich auf 5,2 Milliarden Dollar, das sind umgerechnet rund 4,4 Milliarden Euro.

Auch Apple ließ die Prognosen der Marktbeobachter weit hinter sich. Der Technologiekonzern meldete dank der im Corona-Lockdown gestiegenen Nachfrage nach Kommunikationsgeräten Wachstum in allen Sparten und allen Regionen. Das Unternehmen steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um elf Prozent auf 59,69 Milliarden Dollar, das sind umgerechnet rund und lag damit deutlich über dem Durchschnitt der Analystenschätzungen von 52,25 Milliarden, umgerechnet rund 44,1 Milliarden Euro. Der Gewinn je Aktie lag bei 2,58 Dollar, verglichen mit einer Schätzung von 2,04 Dollar.

Alphabet, die Obergesellschaft des Internet-Riesen Google, übertraf mit ihrem Quartalsumsatz ebenfalls die Erwartungen: Das Unternehmen setzte im zweiten Quartal mit 38,3 Milliarden Dollar (rund 32,2 Milliarden Euro) geringfügig weniger um als ein Jahr zuvor (38,94), blieb aber klar dem Durchschnitt der Analystenschätzungen von 37,37 Milliarden. Zwar gewann die Google-Suchmaschine und andere zumeist kostenlose Tools etwa für Konferenzen in der Corona-Krise viele neue Nutzer. Allerdings hielten die Werbeeinnahmen damit nicht Schritt, weil große Kunden etwa aus der Reisebranche von der Corona-Krise zum Sparen gezwungen wurden.

Zahl der monatlichen Facebook-Nutzer gestiegen

Facebook steigerte die Erlöse im zweiten Quartal deutlich auf 18,69 Milliarden Dollar (rund 15,7 Mill. Euro) von 16,89 Milliarden ein Jahr zuvor – und lag damit ebenfalls deutlich über der mittleren Analystenprognose von 17,4 Milliarden Dollar. Trotz eines Boykotts einiger großer Markenartikler wegen des Umgangs des Konzerns mit Hass-Mitteilungen sprangen die Werbeeinnahmen im Quartal um zehn Prozent auf 18,4 Milliarden in die Höhe.

Das Online-Netzwerk erklärte, die Zahl der monatlichen Nutzer sei weltweit auf 2,7 Milliarden gestiegen. "Wir sind froh, kleinen Unternehmen die Werkzeuge zur Verfügung stellen zu können, die sie benötigen, um in diesen herausfordernden Zeiten wachsen und online erfolgreich sein zu können", erklärte Konzernchef Mark Zuckerberg. Eine Reihe von Konzernen hatte zuletzt allerdings angekündigt, im Kampf gegen Hass und rassistische Hetze vorerst auf das Schalten von Werbeanzeigen bei Facebook zu verzichten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen afp und Reuters

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