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Kurzarbeit geht laut Ifo-Institut zurück – aber nicht überall

Corona-Krise  

Ifo-Institut: Kurzarbeit geht deutlich zurück

06.08.2020, 10:35 Uhr | rtr

Kurzarbeit geht laut Ifo-Institut zurück – aber nicht überall. Arbeitsagentur in Pirna, Sachsen (Symbolbild): Die Kurzarbeit ist auf dem Rückzug. (Quelle: imago images/Daniel Schäfer)

Arbeitsagentur in Pirna, Sachsen (Symbolbild): Die Kurzarbeit ist auf dem Rückzug. (Quelle: Daniel Schäfer/imago images)

Die Wirtschaft ist auf Erholungskurs: Die Zahl der Kurzarbeiter ist nach Schätzungen des Ifo-Instituts zurückgegangen. Doch in allen Branchen war das nicht der Fall – zum Teil nahm die Kurzarbeit gar zu.

Die Zahl der Kurzarbeiter ist dem Münchner Ifo-Institut zufolge im Juli deutlich gesunken – allerdings nicht in allen Branchen. Sie ging auf 5,6 Millionen zurück, wie die Forscher am Donnerstag auf Basis einer Unternehmensumfrage schätzten. 

Im Juni waren es noch 6,7 Millionen, im Mai sogar 7,3 Millionen. Der Anteil der Kurzarbeiter an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten schrumpfte damit von 20 auf 17 Prozent.

"Der Rückgang hat sich zwar insgesamt beschleunigt, aber in einigen Branchen nimmt die Kurzarbeit sogar noch zu", sagte Ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link. Nach der Corona-Rezession im Frühjahr mehrten sich zuletzt die Hinweise, dass die deutsche Wirtschaft nach dem Ende der Corona-bedingten Beschränkungen wieder Fuß fasst.

In diesen Branchen gibt es mehr Kurzarbeit

So legte die Zahl im Maschinenbau weiter zu, und zwar von 354.000 auf 378.000. In der Elektrobranche gab es einen Anstieg von 11.000 auf 271.000. In der Industrie insgesamt nahm die Kurzarbeit nach den Ifo-Schätzungen von 2,3 auf 2,1 Millionen ab – darunter in der Metallindustrie und in der Autobranche.

"Wesentlich stärker ging die Kurzarbeit bei den Dienstleistern zurück", betonte das Forschungsinstitut. Im Gastgewerbe sank die Zahl von 672.000 auf 465.000, im Bereich Verkehr und Lagerei von 308.000 auf 256.000 und bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistern von 672.000 auf 603.000, im Handel von 963.000 auf 637.000.

Der Bundesagentur für Arbeit (BA) zufolge bezogen im Mai offiziell 6,7 Millionen Arbeitnehmer konjunkturbedingt Kurzarbeitergeld. Für Juni rechnet sie mit etwa 4,5 Millionen. "Der Höhepunkt der Inanspruchnahme dürfte somit bereits überschritten sein", sagte BA-Vorstand Daniel Terzenbach kürzlich.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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