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Wirdecard-Skandal: BKA fahndet öffentlich nach Ex-Manager Jan Marsalek


Ermittler suchen Verdächtigen  

BKA fahndet öffentlich nach Ex-Wirecard-Manager

13.08.2020, 12:14 Uhr | dpa

Wirdecard-Skandal: BKA fahndet öffentlich nach Ex-Manager Jan Marsalek. Jan Marsalek 2019 und 2017: Mit diesen Fotos fahndet das BKA öffentlich nach dem Ex-Vertriebsvorstand von Wirecard.  (Quelle: t-online/BKA/Collage)

Jan Marsalek 2019 und 2017: Mit diesen Fotos fahndet das BKA öffentlich nach dem Ex-Vertriebsvorstand von Wirecard. (Quelle: BKA/Collage/t-online)

Viele Milliarden Euro Schaden wird der Wirecard-Skandal am Ende verursacht haben. Mitverantwortlich: Jan Marsalek. Das BKA fahndet nun öffentlich nach dem Ex-Vertriebsvorstand.

Im milliardenschweren Bilanzskandal beim Konzern Wirecard fahndet das Bundeskriminalamt (BKA) öffentlich nach dem flüchtigen Ex-Vertriebsvorstand Jan Marsalek. Der österreichische Manager war bis Juni 2020 Vorstandsmitglied bei Wirecard, einem Dienstleister für bargeldlose Zahlungen an Ladenkassen und im Internet.

"Aufgrund der derzeitigen Ermittlungsergebnisse wird ein Aufenthaltsort des Gesuchten im Ausland für sehr wahrscheinlich gehalten", teilte das BKA am Mittwoch in Wiesbaden mit. Der Fall war am Mittwochabend auch Thema in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst". Auch Interpol ist mit dem Fall beschäftigt.  

Staatsanwaltschaft geht von Schaden von drei Milliarden Euro aus

Marsalek galt als rechte Hand des Ex-Vorstandschefs Markus Braun und verantwortete auch das dubiose Asien-Geschäft. Wirecard hatte Scheinbuchungen in Höhe von mutmaßlich 1,9 Milliarden Euro eingeräumt, die der Konzern in seiner Jahresbilanz 2019 auf der Habenseite bilanzieren wollte. Dies war das Ergebnis wahrscheinlich nicht existierender Luftgeschäfte mit Subunternehmern in Südostasien und im Mittleren Osten.

Marsalek wird deshalb verdächtigt, zusammen mit anderen Beschuldigten die Bilanzsumme und das Umsatzvolumen durch Scheingeschäfte aufgebläht zu haben, um so das Unternehmen finanzkräftiger und für Investoren und Kunden attraktiver darzustellen.

Die Ermittler verdächtigen ihn des besonders schweren Falls der Untreue und des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs. Die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Banken und Investoren mehr als drei Milliarden Euro verloren haben könnten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa 

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