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Ifo-Umfrage: Immer weniger Firmen beanspruchen Kurzarbeitergeld

Konjunkturaufschwung  

Immer weniger Firmen beanspruchen Kurzarbeitergeld

31.08.2020, 08:09 Uhr | rtr

Ifo-Umfrage: Immer weniger Firmen beanspruchen Kurzarbeitergeld. Ein Kellner desinfiziert Tische eines Heidelberger Restaurants: Die Kurzarbeit geht auch in der Gastronomie zurück. (Quelle: imago images)

Ein Kellner desinfiziert Tische eines Heidelberger Restaurants: Die Kurzarbeit geht auch in der Gastronomie zurück. (Quelle: imago images)

In der Spitze waren zuletzt 6,7 Millionen Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Durch die Wiederbelebung der Wirtschaft geht diese Zahl inzwischen zurück. Das zeigt sich auch am Anteil der Firmen, die Kurzarbeitergeld beansprucht haben.

Die Zahl der Unternehmen mit Kurzarbeit in Deutschland sinkt mit der Konjunkturbelebung. Im August waren es noch 37 Prozent der Unternehmen nach 42 Prozent im Juli, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag unter Berufung auf seine monatliche Umfrage unter Tausenden Betrieben mitteilte.

"Der Anteil an Firmen mit Kurzarbeit war über fast alle Branchen hinweg rückläufig, auch wenn es insgesamt immer noch viele sind", sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. Das Ifo-Geschäftsklima hat sich zuletzt vier Monate in Folge aufgehellt, was für ein Ende der Corona-bedingten Rezession spricht.

Spitzenreiter in Sachen Kurzarbeit bleibt die Industrie mit 53 (Juli: 57) Prozent der Firmen. Bei den Dienstleistern befinden sich noch 33 (39) Prozent der Betriebe in Kurzarbeit. Im Handel fiel der Anteil auf 26 (31) Prozent. "Vergleichsweise wenig betroffen war das Bauhauptgewerbe", hieß es. Hier gibt es nur in sieben (11) Prozent der Unternehmen Kurzarbeit.

Große Unterschiede zwischen den verschiedenen Branchen

Innerhalb der großen Wirtschaftszweige gibt es den Forschern zufolge riesige Unterschiede. "Das zeigt sich besonders deutlich an den Dienstleistern", betonten sie. Obwohl der Durchschnittswert nur 33 Prozent betrug, waren im August 88 Prozent der Reisebüros und -veranstalter in Kurzarbeit.

Bei den Arbeitskräftevermittlern waren es 74 Prozent, 71 Prozent der Hotels, 69 Prozent der kreativen und künstlerisch tätigen Betriebe, 52 Prozent der Gastronomieunternehmen und 40 Prozent der Verlage. Besonders wenig Kurzarbeit gab es im Grundstücks- und Wohnungswesen mit 4,2 Prozent sowie bei Informationsdienstleistern mit 2,8 Prozent.

Sehr gemischt sieht es in der Industrie aus. Hier waren im August noch 80 Prozent der Metallerzeuger und -bearbeiter in Kurzarbeit. Bei den Herstellern von Bekleidung waren es 67 Prozent und bei den Herstellern von Metallerzeugnissen ebenfalls 67 Prozent. In der Autobranche betrug der Anteil 65 Prozent der Unternehmen, in der Chemie hingegen nur 34 Prozent, bei den Herstellern von Nahrungsmitteln 14 Prozent und bei der Pharmazie vier Prozent.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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