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Corona-Krise in der Türkei: Wirtschaft bricht wegen Pandemie dramatisch ein

Wegen Corona-Pandemie  

Türkische Wirtschaft bricht dramatisch ein

31.08.2020, 16:25 Uhr | mak, rtr, dpa

Corona-Krise in der Türkei: Wirtschaft bricht wegen Pandemie dramatisch ein. Türkische Flaggen wehen in Istanbul (Symbolbild): Die Corona-Krise setzt dem Land stark zu. (Quelle: dpa/Lefteris Pitarakis/AP)

Türkische Flaggen wehen in Istanbul (Symbolbild): Die Corona-Krise setzt dem Land stark zu. (Quelle: Lefteris Pitarakis/AP/dpa)

Auch die Türkei ist von der Corona-Pandemie nicht verschont geblieben: Die Wirtschaft brach in historischem Ausmaß ein. Dazu kommt eine Währungskrise. Für Urlauber ist das aber gut.

Die Corona-Krise hat für einen historischen Konjunktureinbruch in der Türkei gesorgt. Das Bruttoinlandsprodukt fiel von April bis Juni um 11,0 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt am Montag mitteilte. 

Damit traf die Pandemie das lange Zeit boomende Schwellenland stärker als die deutsche Wirtschaft, die um 9,7 Prozent einbrach. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ging die türkische Wirtschaftsleistung mit 9,9 Prozent so stark zurück wie seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr.

Das Land leidet unter anderem am Fernbleiben der Touristen. Wegen der Reisebeschränkungen kamen deutlich weniger Urlauber.

Türkische Lira hat stark an Wert verloren

Die Türkei hat sich gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie ähnlich wie andere Länder mit hohen Staatsausgaben, einer lockeren Geldpolitik und zahlreichen Kreditprogrammen gestemmt.

Vor allem die lockere Geldpolitik hat aber dazu geführt, dass die Landeswährung Lira gehörig unter Druck steht – die Lira fiel in den vergangenen Wochen auf immer neue Rekordtiefs zu Dollar und Euro. Zudem setzt ein Erdgasstreit im Mittelmeer zwischen der Türkei und Griechenland der türkischen Lira zu.

Für Türkei-Urlauber aus dem Euroraum ist das aber gut: Weil die Lira weniger wert ist, bekommen sie mehr für ihr Geld. Die einheimischen Türken dagegen können sich im Ausland weniger leisten, zudem sind Importe in die Türkei deutlich teurer als zuvor.

Erdogan steht höheren Zinsen im Weg

Um die Währung attraktiver zu machen, könnte die Zentralbank die Zinsen erhöhen. Dem steht allerdings Präsident Recep Tayyip Erdogan im Wege. Dieser hat sich wiederholt als "Zinsfeind" bezeichnet.

Trotz der Talfahrt der Lira beließ die Zentralbank ihren Leitzins zuletzt bei 8,25 Prozent. Zuvor hatte sie den Zinssatz in einem fast ein Jahr lang währenden Lockerungszyklus von 24 Prozent auf den aktuellen Satz heruntergeschraubt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen Reuters und dpa

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