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Weltweites Vermögen steigt kräftig – aber Kluft zwischen Arm und Reich wächst


Dank Aktienboom  

Weltweites Vermögen steigt kräftig – aber Kluft zwischen Arm und Reich

23.09.2020, 13:06 Uhr | dpa

Weltweites Vermögen steigt kräftig – aber Kluft zwischen Arm und Reich wächst. Ein älteres Paar sitzt an seinem Pool (Symbolbild): Das Geldvermögen wächst weltweit – aber nur wenige Menschen haben Anteil daran. (Quelle: Getty Images/ cokada)

Ein älteres Paar sitzt an seinem Pool (Symbolbild): Das Geldvermögen wächst weltweit – aber nur wenige Menschen haben Anteil daran. (Quelle: cokada/Getty Images)

Das Geldvermögen privater Haushalte ist dank boomender Börsen 2019 so stark gewachsen wie seit 15 Jahren nicht. Allerdings ist auch die Ungleichheit gestiegen. Die reichsten zehn Prozent besitzen 84 Prozent des Vermögens.

Boomende Aktienmärkte haben 2019 das Vermögen der Menschen rund um den Globus nach Berechnungen der Allianz in Summe kräftig steigen lassen. Weltweit habe das Bruttogeldvermögen der privaten Haushalte zum Vorjahr um 9,7 Prozent auf 192 Billionen Euro zugelegt, teilte der Versicherungskonzern am Mittwoch mit.

Dies sei das stärkste Wachstum seit dem Jahr 2005 gewesen. Allerdings: Die Kluft zwischen reichen und armen Ländern hat sich den Angaben zufolge wieder vergrößert, der Löwenanteil von rund 84 Prozent des Vermögens ist im Besitz der reichsten zehn Prozent weltweit.

Die Corona-Krise dürfte nach Einschätzung der Allianz-Volkswirte dem Vermögenswachstum keinen Abbruch tun: Die Hilfspakete von Staaten und Zentralbanken schirmten die Vermögen "vor den Folgen einer Welt in Unordnung ab". Es sei daher sehr wahrscheinlich, dass das private Geldvermögen auch im Jahr der Pandemie weiter wachsen werde.

Deutsche besitzen im Schnitt 57.100 Euro netto pro Kopf

Für die elfte Ausgabe ihres "Global Wealth Report" hat die Allianz Daten zu Geldvermögen und Verschuldung privater Haushalte in 57 Staaten zusammengetragen. Berücksichtigt wurden Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapiere sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen und Pensionsfonds, nicht jedoch Immobilien. Abzüglich von Schulden erhöhte sich das Geldvermögen der Haushalte in den untersuchten Staaten 2019 um 11,1 Prozent auf netto 146 Billionen Euro.

In Deutschland stieg das Brutto-Geldvermögen nach Allianz-Angaben um 7,2 Prozent auf gut 6,66 Billionen Euro. Dies sei der stärkste Anstieg seit der Jahrhundertwende. Beim Netto-Geldvermögen pro Kopf – also abzüglich Schulden – blieb Deutschland demnach mit knapp 57.100 Euro in der Rangliste der 20 reichsten Länder weltweit auf Platz 18.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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