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Rente: Mehr Deutsche vertrauen Aktien als Altersvorsorge


Gesetzliche Rente reicht nicht  

Mehr Deutsche vertrauen auf Aktien als Altersvorsorge

21.10.2020, 12:43 Uhr | cho, AFP

Rente: Mehr Deutsche vertrauen Aktien als Altersvorsorge. Eine junge Frau arbeitet am Computer (Symbolbild): Aktien gewinnen vor allem bei Jüngeren mehr an Ansehen. (Quelle: Getty Images/ Laurence Dutton)

Eine junge Frau arbeitet am Computer (Symbolbild): Aktien gewinnen vor allem bei Jüngeren mehr an Ansehen. (Quelle: Laurence Dutton/Getty Images)

Die Rente ist sicher? Das glauben immer weniger deutsche Berufstätige. Einer Umfrage zufolge sinkt das Ansehen der staatlichen Absicherung. Vor allem Jüngere setzen stärker auf Eigeninitiative.

Das Vertrauen der deutschen Berufstätigen in die gesetzliche Rente ist einer Umfrage zufolge in der Corona-Krise weiter gesunken. Nur 22 Prozent sagten, sie hätten bei den Möglichkeiten für das Alter vorzusorgen, das größte Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung – 51 Prozent dagegen vertrauen demnach auf die eigene Immobilie, 24 Prozent auf die private Lebens- oder Rentenversicherung.

Die HDI Lebensversicherung ließ im Juni und Juli vom Meinungsforschungsinstitut Yougov 3.633 erwerbstätige Bundesbürger befragen. Bei jedem dritten Berufstätigen stieg demnach in der Corona-Zeit das Vertrauen in eine eigene Immobilie als Altersvorsorge. Bei Sparkonten und der gesetzlichen Rente hingegen verlor laut Umfrage jeder vierte Beschäftigte Vertrauen.

Das Ansehen von Aktien steigt der Umfrage zufolge: Jeder fünfte Berufstätige (19 Prozent) nennt Aktien, Anleihen und Fonds als Form der Altersvorsorge, zu der am meisten Vertrauen besteht. Bei jungen Berufstätigen und denen ab 65 Jahren sind die Vertrauenswerte für Wertpapiere demnach deutlich höher als bei den übrigen. Bei den unter 45-Jährigen betrage der Anteil 20 Prozent – die gesetzliche Rente dagegen sehen in dieser Altersgruppe nur noch 16 Prozent als vertrauenswürdigste Altersvorsorgeform an.

"Offenkundig vollzieht sich ein Generationswechsel bei der Altersvorsorge: Die langfristigen Chancen kapitalmarktbasierter Angebote wie insbesondere Aktien und Fonds werden höher gewichtet als die kurz- und mittelfristig möglichen Kursschwankungen an der Börse", erklärte der Chef der HDI Lebensversicherung, Patrick Dahmen. Allerdings besteht laut Umfrage ein deutlicher Geschlechterunterschied: Bei den Männern tun dies laut Umfrage 24 Prozent, bei den Frauen nur 13 Prozent.

Rente selbst gemacht mit ETF-Sparplan

Eine vergleichsweise bequeme und günstige Art, für das Alter vorzusorgen, sind Sparpläne auf Indexfonds, kurz ETFs ("Exchange Traded Funds"). Das sind spezielle Fonds, also ein Bündel vieler verschiedener Wertpapiere, die zum Beispiel einen Aktienindex wie den deutschen Leitindex Dax oder den internationalen Index MSCI World abbilden.

ETFs entwickeln sich also fast genauso, wie der Index, den sie nachbilden. Ein Vorteil ist, dass Indexfonds das Risiko automatisch breit streuen, also das Geld auf mehrere Karten setzen. Wer mindestens 15 Jahre Zeit zum Investieren hat, senkt das Risiko zudem weiter, weil er dann Kurseinbrüche oder sogar richtige Crashs aussitzen kann.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur AFP

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