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Corona sorgt für fallende Börsenkurse und weniger Kauflaune

Dax im Minus  

Corona sorgt für fallende Börsenkurse und weniger Kauflaune

22.10.2020, 10:30 Uhr | fls, dpa, dpa-AFX

Corona sorgt für fallende Börsenkurse und weniger Kauflaune. Die Frankfurter Börse (Archivbild): Die steigenden Corona-Infektionszahlen drücken die Stimmung der Anleger. (Quelle: Reuters/Ralph Orlowski)

Die Frankfurter Börse (Archivbild): Die steigenden Corona-Infektionszahlen drücken die Stimmung der Anleger. (Quelle: Ralph Orlowski/Reuters)

Die stark gestiegenen Corona-Zahlen belasten die Wirtschaft: An den Börsen fallen die Kurse – die Kauflaune der Deutschen geht zurück. Aussicht auf Besserung ist nicht in Sicht.

Zunehmend mehr Corona-Neuinfektionen und die Hängepartie um das US-Konjunkturpaket haben dem deutschen Aktienmarkt am Donnerstag zur Eröffnung einen weiteren Verlust eingebrockt. Der Dax fiel unter die vielbeachtete Marke von 12.500 Punkten auf das tiefste Niveau seit rund einem Monat.

Zuletzt notierte der Leitindex am Vormittag 1,16 Prozent niedriger bei 12 412,36 Punkten. Damit summiert sich das Dax-Minus in dieser Woche nun bereits auf rund 4 Prozent.

Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel sank am Donnerstagmorgen um 1,16 Prozent auf 26 851,36 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor rund 1,0 Prozent auf 3147 Punkte.

Derweil ist wegen der drastisch gestiegenen Corona-Infektionszahlen auch die Kauflaune der Verbraucher im Oktober deutlich gesunken, wie das Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK berichtete. "Der Optimismus der deutschen Verbraucher schwindet im Oktober spürbar", sagte GfK-Chef Rolf Bürkl. Etwa drei Viertel der Verbraucher gingen derzeit davon aus, dass die Corona-Pandemie eine große oder sehr große Bedrohung für sie darstelle.

Angst vor erneutem Lockdown steigt

"Die rasant steigenden Infektionszahlen führen zu Verschärfungen pandemiebedingter Einschränkungen", betonte Bürkl. Es steige die Furcht vor einem nochmaligen Herunterfahren des öffentlichen Lebens, sollte das Infektionsgeschehen außer Kontrolle geraten. "Das schlägt auch auf die Konsumstimmung durch", erklärte der Experte.

Auch die Erwartungen an die Konjunktur seien gesunken. Führende Wirtschaftsexperten hätten ihre Prognosen inzwischen nach unten korrigiert. "Hinzu kommt, dass einige unserer wichtigsten Handelspartner wie Frankreich, Spanien oder Großbritannien mit noch höheren Infektionszahlen zu kämpfen haben", sagte Bürkl.

Rund die Hälfte aller Menschen (51 Prozent) in Deutschland macht sich große oder sehr große Sorgen um die wirtschaftliche Zukunft. Was für Angestellte und Arbeiter gilt, trifft auch auf Selbstständige zu. Auch ohne Schließungen werde bei zunehmenden örtlichen Beschränkungen die Frequenz in den Einzelhandelsgeschäften zurückgehen.

Geschäfte leiden unter geringerem Kundenstrom

"Der eine oder andere Laden, der ohnehin geschwächt ist, für den wird es schwierig werden", sagte Bürkl. Dafür sei ein weiterer Digitalisierungsschub und ein noch stärkerer Aufschwung des E-Commerce zu erwarten.

Die Ergebnisse der monatlich veröffentlichten GfK-Studie sind ein Auszug aus der Studie "GfK-Konsumklima MAXX" und basieren auf monatlich rund 2000 Verbraucherinterviews im Auftrag der EU-Kommission.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX

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