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Nach Drohungen von Erdogan: Türkische Lira stürzt auf Rekordtief


Währung so billig wie nie  

Nach Erdogan-Drohungen: Türkische Lira stürzt auf Rekordtief

27.10.2020, 08:35 Uhr | mak, dpa

Erdogan ruft Türken zum Boykott französischer Produkte auf

Verschärfung im Streit zwischen Frankreich und der Türkei über den Umgang mit Mohammed-Karikaturen und mit dem Islam: Nach seinen Verbal-Attacken gegen Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Montag in Ankara nachgelegt. (Quelle: Reuters)

Streit um Mohammed-Karikaturen: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat zum Boykott französischer Produkte aufgerufen. (Quelle: Reuters)


Die türkische Lira kommt einfach nicht zur Ruhe: Wieder ist sie auf ein neues Rekordtief gefallen. Grund für den Sturz der Währung waren Drohungen des türkischen Präsidenten Erdogan.

Der Wertverfall der türkischen Währung geht ungebremst weiter. Am Montag erreichte die Lira nach Drohungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan an die Adresse Frankreichs im Handel mit dem US-Dollar und dem Euro jeweils neue Rekordtiefs.

Erstmals mussten für einen Dollar mehr als acht Lira gezahlt werden. Seit mittlerweile neun Wochen befindet sich die türkische Währung zum Dollar auf Talfahrt.

Dies ist die längste Phase mit Kursverlusten seit 1999. Experten warnen vor den Folgen des Wertverfalls. Zum Wochenauftakt mussten für einen Dollar zeitweise 8,08 Lira und für einen Euro 9,55 Lira gezahlt werden und damit jeweils so viel wie noch nie.

Erdogan griff Macron hart an

Zuletzt hat sich das Verhältnis der Türkei zu wichtigen Handelspartnern in der Europäischen Union (EU) zugespitzt, nachdem Erdogan seinen französischen Amtskollegen Emmanuel Macron scharf angegriffen hatte. 

Erdogan hatte Macron im Streit über Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed Islamfeindlichkeit vorgeworfen und den französischen Präsidenten als Krankheitsfall bezeichnet, der sich untersuchen lassen müsse. Darüber hinaus hatte Erdogan einen Boykott französischer Waren ins Spiel gebracht.

Lira verliert seit Jahresbeginn stark an Wert

Nachdem sich der Kurs der türkischen Währung am vergangenen Freitag zunächst stabilisieren konnte, hat sich die Talfahrt wieder beschleunigt. Seit Beginn des Jahres verlor die Lira im Handel mit dem Euro mehr als 40 Prozent an Wert und im Handel mit dem Dollar 35 Prozent.

Urlauber aus den USA und der EU können sich über die Abwertung der Lira freuen. Sie bekommen durch die Schwäche der Lira mehr für ihr Geld.

Für die einheimischen Türken bedeutet diese Entwicklung vor allem, dass sie für Importe in das Land mehr Geld bezahlen müssen. Zudem können sie sich selbst im Ausland weniger leisten.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa

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