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Continental-Chef Elmar Degenhart legt sein Amt nieder


Gesundheitliche Gründe  

Continental-Chef Elmar Degenhart legt sein Amt nieder

30.10.2020, 09:03 Uhr | dpa, cwe

Continental-Chef Elmar Degenhart legt sein Amt nieder. Elmar Degenhart: Der Dax-Manager tritt zurück. (Quelle: imago images/Sven Simon)

Elmar Degenhart: Der Dax-Manager tritt zurück. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Der Chef des Dax-Konzerns Continental tritt zurück. Elmar Degenhart führt gesundheitliche Gründe für seinen Rückzug an. Ein Nachfolger an der Konzernspitze steht offenbar schon fest.

Der Top-Manager hatte den nach Bosch derzeit zweitgrößten Autozulieferer der Welt mehr als elf Jahre lang geführt. Degenhart habe Conti-Chefkontrolleur Wolfgang Reitzle gebeten, der Aufhebung seines eigentlich noch bis August 2024 laufenden Vertrags zuzustimmen, hieß es. Reitzle wolle nun "kurzfristig über die Nachfolge entscheiden".

Zum genauen Zeitpunkt oder zu einem möglichen Nachfolger gab es zunächst keine Angaben. Die Nachrichtenagentur Bloomberg meldete, Degenhart solle durch den Chef des Autozuliefer-Kerngeschäfts, Nikolai Setzer, ersetzt werden. Continental wolle mit einem Umbau des Management strukturelle Änderungen beschleunigen, hieß es unter Berufung auf Insider.

Berichte über Unzufriedenheit mit Degenhart

In den vergangenen Wochen hatte es Berichte über die angebliche Suche nach einem Ersatz für Degenhart gegeben. Demnach sollen sich einzelne Mitglieder des Eigentümer- und Aufseherkreises etwa ein stärkeres Durchgreifen und mehr Entschlossenheit im schwierigen Konzernumbau bei Continental gewünscht haben.

Die Hannoveraner bauen ihr Kerngeschäft von klassischer Mechanik und Hydraulik zu immer mehr E-Mobilität, Sensorik und Software um. Manch einem geht das nicht schnell genug - während auf der anderen Seite vor allem in der Arbeitnehmerschaft und bei den Gewerkschaften zuletzt deutliche Kritik an dem Sparkurs laut wurde.

Massiver Umbau und Stellenabbau

Insgesamt sollen im Zuge des Umbaus weltweit mindestens 30.000 Stellen im Konzern "verändert" werden, davon 13.000 in Deutschland. Dazu gehören neben Verlagerungen und neuen Qualifikationsmustern auch Jobstreichungen. Kürzlich war der Gegenwind aus der Belegschaft besonders stark geworden, als klar wurde, dass das Reifenwerk in Aachen - wichtiger Produktionsort einer im Kern profitablen Sparte - geschlossen werden soll. Der Aufsichtsrat stimmte dem allerdings auch zu.

Haupteigner des Conti-Konzerns ist die Schaeffler-Familie, die auch den gleichnamigen fränkischen Industrie- und Autozulieferer kontrolliert.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und Reuters

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