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Türkische Lira stürzt weiter ab – neue historische Tiefstände erreicht


Euro mehr als 10 Lira wert  

Türkische Lira stürzt weiter ab – neue historische Tiefstände erreicht

03.11.2020, 17:41 Uhr | mak, dpa

Türkische Lira stürzt weiter ab – neue historische Tiefstände erreicht. Eine Wechselstube in Istanbul (Symbolbild): Die Lira befindet sich seit Monaten auf Talfahrt. (Quelle: Reuters/Murad Sezer/File Photo)

Eine Wechselstube in Istanbul (Symbolbild): Die Lira befindet sich seit Monaten auf Talfahrt. (Quelle: Murad Sezer/File Photo/Reuters)

Für die türkische Lira geht es abwärts: Am Dienstag bekam man für einen Euro zeitweise mehr als 10 Lira. Damit ist ein neuer Tiefstand erreicht. Eine Erholung der Währung ist nicht in Sicht.

Der Sinkflug der türkischen Lira nimmt immer dramatischere Ausmaße an. Am Dienstag fiel die Währung abermals auf historische Tiefstände zu Dollar und Euro. Für einen Dollar mussten erstmals mehr als 8,5 Lira gezahlt werden. Ein Euro war erstmalig zeitweise mehr als 10 Lira wert.

Die Währung der Türkei leidet seit längerem unter einem giftigen Gemisch aus wirtschaftlichen und politischen Belastungsfaktoren. Ökonomisch spricht gegen die Lira vor allem die hohe Inflation im Lande.

Die Zentralbank kämpft dagegen zwar an, allerdings eher halbherzig. Der für eine Währung wichtige Realzins – der Leitzins abzüglich der Inflationsrate – ist immer noch negativ. Anleger verlieren also unter dem Strich Geld, wenn sie in die Lira investieren.

Politische Konflikte belasten Lira weiter

Auf der politischen Seite belasten zum einen die zahlreichen militärischen Konflikte, in die die Türkei involviert ist, wie in Syrien oder Libyen. Darüber hinaus sind die diplomatischen Beziehungen der Türkei zu zahlreichen westlichen Partnerländern angespannt, etwa zu den USA, Frankreich oder Griechenland.

Urlauber aus den USA und der EU können sich über die Abwertung der Lira freuen. Sie bekommen durch die Schwäche der Lira mehr für ihr Geld. Für die einheimischen Türken bedeutet die Abwertung vor allem, dass sie für Importe in das Land mehr Geld bezahlen müssen. Zudem können sie sich selbst im Ausland weniger leisten.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa

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