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Aktien Frankfurt Eröffnung: Gewinne - Dax ringt weiter mit Widerstand


Aktien Frankfurt Eröffnung: Gewinne - Dax ringt weiter mit Widerstand

24.11.2020, 10:08 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Positive Vorgaben von der Wall Street und aus Fernost sowie unerwartet gute Wirtschaftsdaten haben den deutschen Aktienmarkt am Dienstagmorgen beflügelt. Der Dax gewann im frühen Handel 0,69 Prozent auf 13 216,89 Punkte, nachdem er am Vortag kaum verändert geschlossen hatte.

Der MDax der 60 mittelgroßen Werte rückte am Dienstag um 0,33 Prozent auf 29 094,55 Zähler vor. Für den EuroStoxx 50 ging es um rund 0,8 Prozent aufwärts.

Die deutsche Wirtschaft ist nach dem Absturz in der Corona-Krise kräftiger in Schwung gekommen als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Zeitraum Juli bis September im Vergleich zum zweiten Quartal um 8,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Nach vorläufigen Daten war die Behörde von einem Plus von 8,2 Prozent ausgegangen.

Das Ifo-Geschäftsklima fiel derweil im November angesichts des neuen Lockdowns, hielt sich aber ein wenig besser als befürchtet.

Der Dax habe sich über der Marke von 13 000 Punkten festgesetzt, für einen weiteren Aufstieg in den Bereich des Februar-Rekordhochs bei 13 795 Punkten sei die Luft aber noch zu dünn, erklärte Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners. "Vielen sind die Bewertungen aktuell einfach zu hoch, um jetzt noch große Positionen aufzubauen. Mittlerweile sind wirklich alle möglichen positiven Entwicklungen in die Kurse eingepreist. Und selbst wenn die alle eintreten, sind Aktien noch nicht günstig bewertet."

Für Freude bei den Anlegern sorgt die Nachricht, dass Noch-US-Präsident Donald Trump seine Blockadehaltung mittlerweile aufgeweicht hat, so dass nach einer wochenlangen Hängepartie in den USA der Übergang zum gewählten Präsidenten Joe Biden beginnen kann. Trump teilte am Montagabend (Ortszeit) mit, er habe die Behörden und seine Mitarbeiter angewiesen, mit Biden zu kooperieren.

Positive Impulse liefern zudem Medienberichte, wonach die ehemalige Notenbankchefin Janet Yellen als erste Frau die Führung des US-Finanzministeriums übernehmen soll. "Damit dürfte die Zusammenarbeit zwischen der US-Notenbank Fed und dem Finanzministerium kooperativ und geräuschlos verlaufen", kommentierte Altmann. Dass sich Yellen bereits für mehr fiskalpolitische Krisenhilfen ausgesprochen hat, kommt auf dem Parkett gut an."

Neuigkeiten gibt es von der künftigen Zusammensetzung der wichtigsten deutschen Indizes: Die Deutsche Börse stockt den Dax von 30 auf 40 Mitglieder auf. Zugleich kappt sie die Zahl der MDax -Werte von 60 auf 50. Zudem werden nur noch Unternehmen in den deutschen Leitindex Dax aufgenommen, die in den letzten zwei Geschäftsjahren profitabel waren.

Die Aktien von KWS Saat rückten um 0,5 Prozent vor. Der Saatgutkonzern litt im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres unter den Folgen des starken Euro: Der Umsatz sank um knapp 4 Prozent, stieg währungsbereinigt aber um knapp 7 Prozent. Der im Auftaktquartal üblicherweise anfallende operative Verlust (Ebit) fiel um fast ein Fünftel höher aus als vor einem Jahr.

Die Papiere von Dermapharm profitierten von der aktuellen Impfstoff-Hoffnung. Nach einer Kaufempfehlung der Commerzbank notierten die Aktien des Arzneiunternehmens 3,8 Prozent höher bei 53,20 Euro. Zuvor hatten sie mit 55,41 Euro ein weiteres Rekordhoch erklommen. Analyst Daniel Wendorff hob in einer am Dienstag vorliegenden Studie seine Umsatz- und Ergebnisschätzung für 2021 an. Dermapharm und die Mainzer Biontech hatten im September eine Kooperation ihrer Produktionstochtergesellschaften bei der Herstellung des Covid-19-Impfstoffes von Biontech vereinbart.

Eine negative Studie von Stifel Europe verdarb den Anlegern von Varta die Laune. Die Papiere des Batterieherstellers verloren als zweitschwächster MDax-Wert 3,8 Prozent auf 110,30 Euro. Zuvor hatte das Brokerhaus Stifel Europe die Varta-Papiere gleich um zwei Schritte von "Buy" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 145 auf 97 Euro gesenkt. Analyst Florian Pfeilschifter begründete dies mit Anzeichen eines zunehmenden Konkurrenzdrucks aus Asien.

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