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Dax schließt auf Rekordkurs – US-Tech-Werte verlieren


Senatswahl in Georgia  

Dax schließt auf Rekordkurs – US-Tech-Werte verlieren

06.01.2021, 18:26 Uhr | mak, dpa, t-online

Dax schließt auf Rekordkurs – US-Tech-Werte verlieren. Joe Biden: Der gewählte US-Präsident könnte mit einer demokratischen Mehrheit im Kongress durchregieren. (Quelle: imago images/The Photo Access)

Joe Biden: Der gewählte US-Präsident könnte mit einer demokratischen Mehrheit im Kongress durchregieren. (Quelle: The Photo Access/imago images)

In den Vereinigten Staaten zeichnet sich eine demokratische Mehrheit im Senat ab. Damit könnte Joe Biden durchregieren. Dax-Anleger freut das – Tech-Werte verlieren dagegen.

Am deutschen Aktienmarkt haben Anleger am Mittwoch den jüngsten Rücksetzer für Zukäufe genutzt. Die Zulassung eines zweiten Impfstoffs in der Europäischen Union und die Hoffnung auf ein noch umfangreicheres US-Konjunkturpaket trieben den Dax an: Er schloss am Mittwoch mit einem Plus von 1,8 Prozent bei 13.891,97 Punkten – dem höchsten Kurs seiner Geschichte.

In den USA zeigt sich dagegen ein zweigeteiltes Bild: Während die Standardwerte-Indizes erneut Rekorde erreichten, ging es an der Technologiebörse Nasdaq etwas bergab.

Zuletzt legte der Leitindex Dow Jones Industrial um 1,74 Prozent auf 30.919,03 Punkte zu. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 1,24 Prozent auf 3.773,05 Punkte hoch. Dagegen sank der technologielastige Nasdaq 100 um 0,16 Prozent auf 12.782,40 Zähler.

Tech-Anleger fürchten starke Regulierung

Zeitweise ging es sogar noch stärker bergab. Einzelne Tech-Werte machten herbe Verluste: So ging es etwa für Amazon zuletzt um 1,1 Prozent und für Facebook um 1,87 Prozent hinunter.

Offensichtlich befürchteten die Anleger, dass die nach einer Stichwahl in Georgia sich abzeichnende demokratische Senatsmehrheit vor allem zu einer stärkeren Besteuerung und Regulierung der großen Technologiekonzerne führen könnte, urteilten Experten.

Bei der Stichwahl in Georgia konnte sich der Demokrat Raphael Warnock Prognosen der US-Medien zufolge gegen die republikanische Senatorin Kelly Loeffler durchsetzen. Im zweiten Rennen lag der Demokrat Jon Ossoff sehr knapp vor dem bisherigen Amtsinhaber David Perdue.

Stichwahl beflügelt Solarbranche

US-Medien hielten sich zunächst dennoch mit Prognosen zum Ausgang der Stichwahl zurück, unter anderem weil bis Freitag noch mehrere tausend Briefwahlstimmen aus dem Ausland eintreffen können.

Führende Demokraten reklamierten den Sieg indes bereits für sich. Sollten die Demokraten beide Wahlen gewinnen, hätten sie de facto die Mehrheit im Senat – und im gesamten Kongress. Folglich könnte der gewählte US-Präsident Joe Biden durchregieren, was die Hoffnung auf noch umfassendere Konjunkturmaßnahmen treibt.

Biden könnte so auch seine ambitionierten Klimaschutz-Ziele schnell umsetzen. Dies beflügelte die Anteilscheine von Unternehmen aus der Solarbranche: First Solar, Fuelcell Energy, Sunworks und Sunpower zogen um 7,7 bis 19 Prozent an.

Bankenaktien dagegen profitierten von einer wieder zunehmenden Risikoneigung angesichts der Entwicklungen in Georgia sowie dem jüngsten Zinsanstieg in den Vereinigten Staaten: So zählten im Dow Goldman Sachs und JPMorgan mit Gewinnen von 5,3 und 4,8 Prozent zu den Favoriten der Anleger.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa

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