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Nach Sperre Donald Trumps: Twitter-Aktie verliert deutlich


Bis zu acht Prozent  

Twitter-Aktie verliert nach Trump-Sperre deutlich

11.01.2021, 13:59 Uhr | rtr

Nach Sperre Donald Trumps: Twitter-Aktie verliert deutlich. Twitter hat das Konto von Donald Trump gesperrt: Die Aktien der Plattform gaben daraufhin nach. (Quelle: imago images/Jan Huebner)

Twitter hat das Konto von Donald Trump gesperrt: Die Aktien der Plattform gaben daraufhin nach. (Quelle: Jan Huebner/imago images)

Am Freitagabend kündigte der Kurznachrichtendienst Twitter an, den Account von Noch-US-Präsident Trump zu sperren. Die Aktie des Unternehmens gibt deshalb kräftig nach.

Die Sperrung der Nutzerkonten des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump auf Twitter setzt dem Kurznachrichtendienst zu. Die in Frankfurt gelisteten Aktien gaben am Montag bis zu acht Prozent nach, nachdem der Dienst am Freitagabend dauerhaft die Trump-Accounts gesperrt hatte.

Auch im vorbörslichen US-Handel büßten die Aktien rund sieben Prozent ein. Mit dem Ausschluss verlor Trump kurz vor Ende seiner Amtszeit sein wichtigstes Kommunikationsmittel.

Auf Twitter könnten höhere Kosten zukommen

Börsianer rechneten für Twitter mit einem negativen Einfluss. Rechtsextreme Gruppen setzen stark auf digitale Plattformen wie Parler, Gab, MeWe, Zello oder Telegram und könnten sich von den führenden Social-Media-Kanälen abkoppeln.

Zudem könnten auf Twitter zusätzliche Kosten zukommen, wenn von Nutzern hochgeladene Inhalte stärker moderiert werden sollen. Dies könnte nach Ansicht von Experten Facebook zugute kommen, da Facebook bereits deutlich mehr Mitarbeiter als Twitter zur Durchsicht von Beiträgen beschäftigt. Facebook hat Trumps Konto ebenfalls bis mindestens zum Ende seiner Amtszeit als Präsident gesperrt.

Trump-Anhänger stürmten US-Kapitol

Hintergrund für den Ausschluss von Trump auf den Social-Media-Kanälen ist der Sturm auf das Kapitol durch Trump-Anhänger in der vergangenen Woche. Fünf Menschen – darunter ein Polizist – starben im Zusammenhang mit den Ausschreitungen, die weltweit für Entsetzen sorgten.

Trump hatte zuvor seine Anhänger aufgefordert, zum Kapitol zu marschieren, wo die Wahl seines Rivalen Joe Biden gerade offiziell bestätigt werden sollte. Twitter befürchtete eine weitere Anstiftung zu Gewalt und reagierte mit der Sperrung des Zugangs von Trump.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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