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Darum steigen die Benzinpreise seit Wochen


Teures Tanken  

Steigender Ölpreis treibt Benzinkosten auf Vorkrisen-Niveau

10.02.2021, 13:43 Uhr | dpa

Darum steigen die Benzinpreise seit Wochen. Auftanken: In den letzten Wochen müssen die Autofahrer immer mehr Geld für ihr Benzin hinlegen. Das hängt mit dem Ölpreis zusammen. (Quelle: imago images/Joko)

Auftanken: In den letzten Wochen müssen die Autofahrer immer mehr Geld für ihr Benzin hinlegen. Das hängt mit dem Ölpreis zusammen. (Quelle: Joko/imago images)

An der Tankstelle spüren die Verbraucher keine fallende Preise durch die Krise. Die höheren Kosten für Benzin hängen mit dem Ölpreis zusammen. Der steigt aus mehreren Gründen immer weiter an.

Der steigende Ölpreis treibt auch die Spritpreise an. Diesel verteuerte sich binnen Wochenfrist um 2,1 Cent und kostete am Dienstag im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,260 Euro, wie der ADAC am Mittwoch mitteilte. Der Preis für Superbenzin der Sorte E10 stieg 1,7 Cent auf 1,381 Euro – das war der neunte Wochenanstieg in Folge.

Beide Treibstoffe haben sich in den vergangenen Monaten kräftig verteuert. Seit dem 4. November ist Diesel den ADAC-Zahlen zufolge um 23,5 Cent teurer geworden, Super E10 um 20,3 Cent.

Rund 10 bis 11 Cent davon gehen allerdings auf das Auslaufen der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung und die Einführung der CO2-Bepreisung zur Jahreswende zurück. Insgesamt liegen die Spritpreise damit wieder auf dem Niveau von Februar 2020, also bevor die Corona-Krise für einen starken Rückgang sorgte.

Ölpreise erreichen höchsten Stand seit einem Jahr

Der Anstieg hängt mit den steigenden Ölpreisen zusammen: Diese haben am Mittwoch an ihre jüngsten Kursgewinne angeknüpft. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete im Mittagshandel 61,54 US-Dollar. Das waren 45 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 33 Cent auf 58,69 Dollar.

Die Ölpreise erreichten damit den höchsten Stand seit gut einem Jahr. Seit Anfang November sind sie um rund 60 Prozent gestiegen. Auch am Mittwoch erhielten die Ölpreise nach vorübergehenden Verlusten wieder Auftrieb.

Doch warum steigen die Preise mitten in der Krise? Laut Commerzbank werden die Ölpreise durch den Konjunkturoptimismus und die Nachfrage aus China gestützt. Hinzu kämen die Produktionskürzungen des Ölkartells Opec.

Rohölvorräte in den USA sind knapp

Die Runde mit den Öl-Schwergewichten Russland und Saudi-Arabien hatte sich im vergangenen Jahr darauf geeinigt, die geförderte Menge an Erdöl bis April 2022 zu reduzieren. Im vergangenen Jahr förderten die Ölstaaten zeitweise bis zu zehn Millionen Barrel pro Tag weniger.

Am Mittwoch werden in den USA die wöchentlichen Daten der Regierung zu den Rohöllagerbeständen veröffentlicht. Laut den bereits am Dienstag veröffentlichten Daten des privaten Instituts API sind die Rohöl- und Destillatevorräte in der vergangenen Woche gefallen. Auch dies hat dem Ölmarkt laut Commerzbank Auftrieb gegeben.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur DPA
  • Zeit Online: Opec und Partner wollen deutlich weniger Öl fördern

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