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Millionen Neuaktionäre – Corona-Krise führt zum Aktienboom


Höchststand seit 20 Jahren  

Millionen Neuaktionäre – Corona-Krise führt zum Aktienboom

25.02.2021, 11:50 Uhr | neb, AFP, t-online

Millionen Neuaktionäre – Corona-Krise führt zum Aktienboom . Aktienboom: Viele neue Nutzer investierten 2020über Smartphones zum ersten Mal in Aktien. (Quelle: imago images)

Aktienboom: Viele neue Nutzer investierten 2020 über Smartphones zum ersten Mal in Aktien. (Quelle: imago images)

Angst vor dem Aktienmarkt? Die scheinen immer mehr Deutsche abzulegen. Gerade die Corona-Krise nutzten viele Anleger zum Einstieg in Aktienprodukte. 12,4 Millionen Deutsche sind investiert – so viele wie zuletzt vor 20 Jahren.

Im vergangenen Jahr haben so viele Anleger in Deutschland in Aktien investiert wie seit knapp zwei Jahrzehnten nicht mehr. 12,4 Millionen Menschen besaßen 2020 Aktien, Aktienfonds oder Aktien-ETFs im Depot – das ist jeder sechste Deutsche. Viele davon sind Neueinsteiger, die in der Krise nach passenden Anlagemöglichkeiten gesucht haben.

"Die Zahl der Aktiensparerinnen und Aktiensparer in Deutschland ist im letzten Jahr um 2,7 Millionen in die Höhe geschnellt. Das ist sensationell", sagt Christine Bortenlänger, Geschäftsführerin des Deutschen Aktieninstituts (DAI), das die Studienergebnisse am Donnerstag vorstellte. Demnach gab es zuletzt im Jahr 2001 mehr Aktiensparerinnen und -sparer.

Den starken Anstieg der Aktionärinnen und Aktionäre führte das Institut auf die Corona-Pandemie zurück. "Geplatzte Urlaube, geschlossene Restaurants und weniger Einkaufsbummel haben dazu geführt, dass den Menschen mehr Zeit und Geld zur Verfügung stand", heißt es in den Studienergebnissen. Dieses Geld und die niedrigen Börsenkurse im Frühjahr 2020 hätten viele Bürger genutzt, um einzusteigen.

Junge Anleger treiben Aktien-Boom an  

Aber auch eine ganz neue Generation an Anlegern führte zum Aktienboom. Über eine Million der neuen Aktiensparer seien unter 40 Jahre alt. "Insbesondere die junge Generation hat im letzten Jahr die Börse für sich entdeckt", erklärte das DAI weiter.

Ein Grund dafür seien auch Trading-Apps wie Trade Republic oder Scalable, die Aktienkäufe und Sparpläne mit einem Klick ermöglichen. Mehr dazu lesen Sie hier. "Die Aktienanlage hat über das Smartphone die Hosentasche erreicht", erklärt Bortenlänger. Zudem thematisierten auch Influencer und Foren das Thema Geldanlage zunehmend.

Der Zuwachs sei laut Bortenlänger ein gutes Zeichen für die "Aktienkultur" in Deutschland – denn die meisten Neueinsteiger hätten sich für langfristige Sparpläne entschieden und wollen demnach "langfristig dabeibleiben".

Politik müsse mehr Anreize für Aktiensparer schaffen

Ein nachhaltiger Wandel in der Aktienkultur bräuchte laut DAI aber auch bessere politische Rahmenbedingungen. Mitarbeiteraktien sollten noch mehr gefördert werden und Aktienerträge nach einer Haltefrist von fünf oder zehn Jahren steuerfrei sein.

"Aktien müssen ein fester Baustein in der Altersvorsorge werden. Ob die Politik endlich den Mut dazu findet, wird die Bundestagswahl 2021 zeigen", sagt Bortenlänger. Auch aus der Politik kam in den vergangenen Wochen der Vorschlag, bei der Altersvorsorge zum Teil auf Aktien zu setzen.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur AFP
  • DAI: "Boom bei Aktionären"
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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