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Dax gibt nach – Chef der Fed-Chef Powell enttäuscht Anleger


Deutscher Leitindex  

Dax gibt nach – Chef der US-Notenbank enttäuscht Anleger

05.03.2021, 12:23 Uhr | dpa-AFX

Dax gibt nach – Chef der Fed-Chef Powell enttäuscht Anleger. Dax-Chart im Handelssaal der Deutschen Börse (Symbolbild): Zum Handelsstart am Freitag rutschte der Dax unter die wichtige Marke von 14.000 Punkten. (Quelle: Reuters/Staff)

Dax-Chart im Handelssaal der Deutschen Börse (Symbolbild): Zum Handelsstart am Freitag rutschte der Dax unter die wichtige Marke von 14.000 Punkten. (Quelle: Staff/Reuters)

Der deutsche Leitindex Dax gibt am Freitag leicht nach. Am Abend zuvor hatte der Chef der US-Notenbank Fed kein Eingreifen in den Markt signalisiert. Das aber hatten sich Anleger erhofft.

Steigende Renditen von US-Staatsanleihen haben am Freitag für einen weiteren Rücksetzer am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Gleich zum Handelsstart sackte der Deutsche Aktienindex (Dax wieder unter die Marke von 14.000 Punkten.

Noch zur Wochenmitte war der Leitindex bis knapp unter 14.200 Punkte geklettert und hatte damit einen Rekord aufgestellt. Der aktuelle Zinsanstieg in den USA, ausgelöst durch vage und insgesamt gelassene Äußerungen des US-Notenbankchefs Jerome Powell am Vorabend, hemmt nun erneut das Interesse an Aktien.

Der Dax gab im frühen Handel um 1,17 Prozent auf 13.892,50 Punkte nach. Damit zeichnet sich im Wochenverlauf allerdings immer noch ein Plus von 0,8 Prozent ab. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sank am Freitag um 1,31 Prozent auf 30.900,32 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor am Morgen 1,13 Prozent auf 3.662,87 Punkte.

Markt hat auf Fed-Eingriff gehofft

"Die steigenden Zinsen bleiben das große Schreckgespenst an den Börsen", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen stieg am Vorabend nach der jüngsten Beruhigung an den Rentenmärkten wieder auf knapp 1,55 Prozent.

Auslöser waren die Worte von Fed-Chef Powell. Er hatte sich zurückhaltend über den Anstieg der Kapitalmarktzinsen geäußert und lediglich gesagt: "Ich wäre besorgt über ungeordnete Bedingungen an den Märkten oder eine anhaltende Verschärfung der finanziellen Bedingungen, wenn dies das Erreichen unserer Ziele gefährdet."

Inflationsgefahren sieht Powell zudem keine. Falls es zu einem vorübergehenden Anstieg der Verbraucherpreise komme, werde dieser "geduldig beobachtet".

Laut den Experten der Commerzbank hatte der Markt jedoch darauf gehofft, dass der Fed-Chef ein Eingreifen signalisiert. Die Marktängste habe Powell somit nicht abbauen können. Am Nachmittag werden nun mit Spannung die Daten vom US-Arbeitsmarkt erwartet. Eine gewisse Skepsis herrscht allerdings auch hier, da der bereits veröffentlichte Bericht aus der Privatwirtschaft enttäuscht hatte.

Besonders Energietitel gewinnen hinzu

Unter den Einzelwerten setzten sich RWE mit plus 0,5 Prozent an die Dax-Spitze. Zum einen nahm die Deutsche Bank die Bewertung mit "Buy" und einem Kursziel von 35 Euro auf. Die "RWEnewables" seien attraktiv, schrieb Analyst Olly Jeffery in Anspielung auf den neuen Fokus der Essener auf erneuerbare Energien. RWE sei auf dem Weg zum global führenden Windkraftanbieter auf See mit einer jahrzehntelangen Wachstumschance.

Zum anderen berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Regierungskreise, dass der beschleunigte Atomausstieg 2011 nun offenbar auf den Bundeshaushalt durchschlage und die Energieversorger 2,4 Milliarden Euro zum Ausgleich für entgangene Restlaufzeiten und Gewinne erhielten. Eon reagierten darauf ebenfalls leicht positiv und gaben um unterdurchschnittliche 0,5 Prozent nach.

Auch Infineon und VW hielten sich mit Verlusten von jeweils 0,8 Prozent etwas besser als der Gesamtmarkt. Für VW gab es Nachrichten, dass der spanische Staat mit der dortigen Volkswagen-Tochter Seat und das Energieunternehmen Iberdrola eine Batteriefabrik bauen wollen. Das erste Werk dieser Art in Spanien solle in der Nähe des Seat-Standorts Matorell bei Barcelona entstehen, sagte Industrieministerin Reyes Maroto.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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