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Tesla-Chef Elon Musk stoppt Zahlungen mit Bitcoin – Währungskurs bricht ein


Krypto-Währungen brechen ein  

Tesla stoppt Zahlungen mit Bitcoin wieder – Währungskurs bricht ein

13.05.2021, 14:22 Uhr | aj, fls, dpa

Tesla-Chef Elon Musk stoppt Zahlungen mit Bitcoin – Währungskurs bricht ein. Elon Musk (Archivbild): Der Tesla-Chef sorgt mit seinen Tweets öfter für Schwankungen der Kryptokurse. (Quelle: AP/dpa/Susan Walsh)

Elon Musk (Archivbild): Der Tesla-Chef sorgt mit seinen Tweets öfter für Schwankungen der Kryptokurse. (Quelle: Susan Walsh/AP/dpa)

Vor Kurzem hatte Tesla angekündigt, Bitcoin-Zahlungen anzunehmen – was den Kurs der Kryptowährung steigen ließ. Nun nimmt der Elektroautobauer die Entscheidung zurück. Den Grund dafür postet Elon Musk auf Twitter. 

Der US-Elektroautobauer Tesla hat Zahlungen mit der Kryptowährung Bitcoin wegen Umweltbedenken angesichts des hohen Stromverbrauchs wieder gestoppt und damit für einen Kurssturz der digitalen Währung gesorgt. Der Konzern habe die Entscheidung wegen des rapide ansteigenden Verbrauchs von fossilen Brennstoffen für die Herstellung von und Transaktionen mit Bitcoins getroffen, erklärte Tesla-Chef Elon Musk am Mittwoch (Ortszeit) bei Twitter. Vor allem dass viel Kohleenergie dafür genutzt werde, sei bedenklich.

Musks Tweet ließ den Bitcoin-Preis schlagartig um Tausende Dollar abstürzen. Zwischenzeitlich notierte der Kurs nur noch bei 48.000 US-Dollar – mehr als 15 Prozent niedriger als vor einem Tag. Am Donnerstagmorgen hatte sich der Kurs bei knapp 51.000 Dollar wieder gefangen. Auch die zweitwichtigste Kryptowährung Ethereum gab nach und verbilligte sich um rund 2,6 Prozent.

Musk machte klar, dass er grundsätzlich ein Fürsprecher der Branche bleibe: "Kryptowährung ist auf vielen Ebenen eine gute Idee und wir glauben an eine vielversprechende Zukunft, aber dies kann nicht zu großen Lasten der Umwelt gehen", hieß es in seinem Statement. Tesla hatte erst im März begonnen, Bitcoins zum Kauf von Elektroautos zu akzeptieren. Zuvor hatte der Konzern eine Investition in Bitcoins von 1,5 Milliarden Dollar bekannt gegeben und der ältesten und bekanntesten Cyberwährung damit einen ordentlichen Schub gegeben.

Musk hatte kurz vor der jüngsten Ankündigung seine Anhänger zudem auf Twitter gefragt, ob Tesla die Kryptowährung Dodgecoin künftig akzeptieren solle. Mehr als 70 Prozent der Antworten lauteten "Ja".  Der Hype um die vermeintliche Witzwährung, die vor Kurzem kaum jemandem außerhalb der Kryptoszene ein Begriff war, ist enorm. Nach Marktwert gehört sie mittlerweile zu den zehn größten Digitalwährungen. 

Debatte um hohen Stromverbrauch ist nicht neu

Bitcoin steht wegen des hohen Stromverbrauchs, den das sogenannte Mining – die Herstellung der Währungseinheiten durch energieaufwendige Rechnerprozesse – erfordert, schon lange bei Umweltschützern in der Kritik. Tesla will laut Musk auch keinen Bitcoin-Handel mehr betreiben, solange die Energiebilanz sich nicht deutlich verbessert hat. Im jüngsten Geschäftsquartal hatte das Unternehmen fast 300 Millionen seiner zuvor gekauften Bitcoins wieder verkauft und daran nach eigenen Angaben rund 100 Millionen verdient.

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Die Diskussion um die Umweltbilanz und die Effizienz von Bitcoin ist keineswegs neu und es blieb zunächst unklar, warum Musk das Thema erst jetzt als problematisch einstuft. Viele Kritiker stören sich daran schon lange. Laut dem Bitcoin Energy Consumption Index der Onlineplattform Digiconomist, die sich unter anderem für umweltfreundlichere Krypto-Technologien einsetzt, verbraucht Bitcoin derzeit in etwa so viel elektrische Energie wie die Niederlande. Der CO2-Fußabdruck der Digitalwährung entspreche ungefähr dem Singapurs.

Bitcoin- und Krypto-Anhänger wie Twitter-Chef Jack Dorsey argumentieren damit, dass die Umweltbilanz mit der fortschreitenden Verbreitung von Erneuerbaren Energien langfristig wesentlich besser werden dürfte. Allerdings stehen viele Server-Farmen, die zum Bitcoin-Mining im großen Stil genutzt werden, in Ländern mit relativ geringen Stromkosten wie China oder Kasachstan. Hier stammt die Energie aber häufig aus vergleichsweise umweltschädlichen Quellen wie Kohle. Daran scheint sich nun auch Tesla-Chef Musk stärker zu stören.

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