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Amazon, Apple, Tesla: Mit Tech-Aktien garantiert zum Millionär?


MEINUNGApple, Tesla, Amazon  

Werde ich mit Tech-Aktien garantiert Millionär?

Ein Gastbeitrag von Daniel Saurenz

18.07.2021, 15:50 Uhr
Amazon, Apple, Tesla: Mit Tech-Aktien garantiert zum Millionär?. Amazon-Logo (Symbolbild): Aktien von Technologie-Unternehmen notieren auf einem Rekordhoch. (Quelle: imago images/Future Image)

Amazon-Logo (Symbolbild): Aktien von Technologie-Unternehmen notieren auf einem Rekordhoch. (Quelle: Future Image/imago images)

Unternehmen wie Amazon, Apple oder Nvidia waren für Anleger bisher reine Geldmaschinen. Doch bleibt das so? Welche Argumente dafür und dagegen sprechen.

Marken machen Millionäre – dieser Leitsatz gilt seit Jahren bei allen Anlegern, die sich auf große US-Technologietitel konzentriert haben und das dafür nötige Kapital besitzen. Doch nach dem jüngsten Boom könnte die Sache komplizierter werden.

Eigentlich sind Amazon Amazon.Com Aktie, Apple Apple Aktie oder Nvidia NVIDIA Aktie für Anleger pure Geldmaschinen. Die Aktien notieren auf Rekordhoch, was logischerweise bedeutet, dass man mit Geduld und reinem Abwarten bisher nur Gewinne erzielen konnte. Die US-Tech-Börse Nasdaq ist jedoch in den letzten fünf Jahren von 5.000 auf zuletzt 15.000 Punkte gestiegen.

NASDAQ 100

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Aktuelles ChartZeitraum 1 Jahr30.07.2021NASDAQ GIDS
NASDAQ 100 Index
Hoch
15.125,95
Zwischenwert Hoch / Mittel
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Mittel
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Zwischenwert Mittel / Tief
11.906,49
Tief
10.833,33
Okt '20Jan '21Apr '21Jul '21

Das ist im Vergleich beispielsweise zum Dax DAX Index erheblich und zeigt, dass internationale Investoren ihr Geld mit Vorliebe in die Billionen-Titel pumpen. Facebook Facebook Aktie, Microsoft Microsoft Aktie, Apple, Google Alphabet-A Aktie oder Amazon machen einen wesentlichen Teil des größten Tech-Index der Welt aus und eignen sich für Fondsmanager auch perfekt als Geldparkplatz. Darin liegt aber aktuell die Gefahr.

Investoren wollen schnell wieder verkaufen können

Zuletzt zogen die großen FAANG-Aktien noch einmal deutlich an, die 15.000-Punkte-Marke war auch ihnen zu verdanken. Die sogenannte Marktbreite in den USA ließ jedoch schon zu wünschen übrig. Dies könnte darauf hindeuten, dass weiterhin sehr viel Geld einen Anlagehafen sucht, Investoren aber dort kaufen, wo sie im Zweifelsfall auch schnell wieder verkaufen können.

Das Zauberwort lautet dann Liquidität und diese ist nirgendwo höher als bei den Unternehmen, deren Marktwert jenseits der 500-Milliarden-Grenze liegt und deren Aktien täglich millionenfach gehandelt werden. Auch angesichts der niedrigen Risikoprämien in den USA und einer sehr niedrigen Volatilität sollte man hellhörig werden. Es gibt aber auch gute Argumente dafür, dass sich die Titel weiterhin stabil entwickeln.

"Natürlich sind die großen Technologiewerte nach historischen Bewertungsmaßstäben nicht günstig. Nur welche Bedeutung haben historische Bewertungsmaßstäbe in einer Zeit, in der die Zinsen kurz wie langfristig bei null oder knapp darüber liegen", argumentiert Stefan Riße, Kapitalmarktstratege bei Acatis Investment, die seit Jahren schon mit ihren Fonds in die Big-Techs investiert. Als im Jahr 2000 die Internet-Blase platzte, hätten die zehnjährigen Zinsen in den USA bei sechs Prozent gelegen, so der Experte.

Diesen Einfluss hat der Nullzins

Der Wert eines Unternehmens besteht aus seiner Substanz und den abgezinsten Erträgen der Zukunft. Theoretisch bedeutet das, dass die Unternehmen derzeit, würde man eine unendliche Existenz annehmen, auch eine unendliche Bewertung verdient hätten. Denn abgezinst mit Null reduzieren sich die prognostizierten Erträge der Zukunft über die Zeit nicht. So zumindest die Theorie.

"Je länger wir in die Zukunft schauen, desto weniger können wir die zukünftigen Erträge und auch die Lebenszeit eines Unternehmens voraussagen", erläutert Experte Riße. Die Gleichung helfe aber dabei, zu verstehen, welchen Einfluss der Nullzins auf die Berechnung von Unternehmenswerten habe, vor allem bei den Firmen, bei denen sich der Wert aus zukünftigen Erträgen und nicht aus dem speise, was heute schon da sei.

Drei Punkte sollten Sie bei Tech-Aktien bedenken

Bleibt zu guter Letzt die Entwicklung des Zinsumfelds als Kernfrage für Technologietitel. Dort konnte man im Frühjahr sehen – als die zehnjährigen US-Bonds Richtung zwei Prozent marschierten – dass das durchaus für Kursrücksetzer sorgen kann. Denn die Nasdaq korrigierte damals ein gutes Stück. Mittlerweile sind die zehnjährigen-US-Bonds aber schon wieder auf 1,28 Prozent gesunken.

Geld wurde wieder billiger und prompt waren wieder jene Aktien sehr gesucht, die seit Jahren Millionäre machten. Wer US-Technologie kauft, sollte daher drei Rahmenbedingungen immer im Auge haben:

  1. Das allgemeine Wirtschaftswachstum muss stimmen und sollte anständig sein.
  2. Dazu sollte der Preis für Geld, sprich der Zins, niedrig sein.
  3. Zum dritten müssen die Unternehmen selbstredend die Investoren mit den eigenen Quartalszahlen und Aussichten erfreuen.

Ob dem so ist, sehen Anleger in den nächsten drei Wochen. Dann zeigen nämlich von Apple über Tesla bis Nvidia alle großen Techs, wie gut es läuft.

Die im Gastbeitrag geäußerten Ansichten geben die Meinung der Autoren wieder und entsprechen nicht notwendigerweise denen der t-online-Redaktion.

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