Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Börse & Märkte > Börsen News > Eigene >

Notenbank lehnt höheren Zins ab: Türkische Lira verliert stark an Wert


Notenbank  

Türkische Lira verliert stark an Wert

08.09.2021, 14:41 Uhr | dpa-AFX, rtr

Notenbank lehnt höheren Zins ab: Türkische Lira verliert stark an Wert. Türkische Währung: Die Lira erlebt eine starke Entwertung. (Quelle: imago images/Zuma Wire)

Türkische Währung: Die Lira erlebt eine starke Entwertung. (Quelle: Zuma Wire/imago images)

Die Inflation in der Türkei scheint außer Kontrolle, inzwischen liegt sie bei mehr als 19 Prozent. Dennoch will die türkische Notenbank den Leitzins nicht weiter erhöhen. Die Folge: Die Lira stürzt ab.

Die türkische Lira ist zur Wochenmitte erheblich unter Druck geraten. Sowohl gegenüber dem US-Dollar als auch dem Euro fiel die Währung am Mittwochvormittag um mehr als ein Prozent zurück. Für einen Dollar mussten zuletzt knapp 8,47 Lira gezahlt werden, ein Euro kostete rund 10 Lira.

Als Auslöser der Kursverluste nannten Beobachter Äußerungen des türkischen Notenbankchefs Şahap Kavcıoğlu. In einer Rede in Ankara thematisierte er die hohe Inflation von zuletzt gut 19 Prozent. Ein Teil des Anstiegs sei auf vorübergehende Entwicklungen zurückzuführen, die bald verschwinden würden, sagte Kavcıoğlu.

Lira könnte weiter unter Geldpolitik leiden

Daher werde die Notenbank, wie es derzeit international üblich sei, besonderes Gewicht auf die weniger schwankungsanfällige Kerninflation (ohne Energie- und Lebensmittel) legen. Diese beträgt derzeit knapp 17 Prozent. Die gesamte Inflation hatte im August stärker als erwartet angezogen. Sie liegt nun bei 19,25 Prozent und damit höher als der Leitzins von 19 Prozent.

Grundsätzlich verschafft sich die Notenbank mit einer Fokussierung auf die niedrigere Kernteuerung mehr Spielraum, um die Wirtschaft mit einer lockeren Geldpolitik zu unterstützen. Allerdings leidet die türkische Währung seit Langem unter der hohen Geldentwertung.

Eine lockerere Linie der Zentralbank könnte der Lira zusätzlich schaden. Präsident Recep Tayyip Erdoğan gilt seit Langem als erklärter Gegner einer straffen Geldpolitik mit hohen Leitzinsen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa-AFX und Reuters

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: