Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Börse & Märkte > Börsen News > Eigene >

Lilium: Münchner Flugtaxi-Hersteller bald an US-Börse notiert – Milliardenwert

Rund 3 Milliarden Euro wert  

Münchner Flugtaxi-Hersteller Lilium bald an US-Börse notiert

13.09.2021, 08:40 Uhr | dpa

Lilium: Münchner Flugtaxi-Hersteller bald an US-Börse notiert – Milliardenwert. Animation eines Lilium-Flugtaxis in der Luft (Symbolbild): Das Münchner Unternehmen will bald die Serienproduktion in Deutschland starten. (Quelle: Lilium GmbH)

Animation eines Lilium-Flugtaxis in der Luft (Symbolbild): Das Münchner Unternehmen will bald die Serienproduktion in Deutschland starten. (Quelle: Lilium GmbH)

Ihr Geschäftsmodell soll die Zukunft sein: Die Flugtaxi-Firma Lilium aus München geht durch die Hintertür an die Börse. Ab kommenden Mittwoch wird sie in den USA notiert sein.

Der Münchener Elektro-Flugtaxi-Hersteller Lilium wird voraussichtlich ab diesem Mittwoch (15. September) an der US-Technologiebörse Nasdaq notiert sein. Dazu fusioniert das Unternehmen, wie im März angekündigt, mit der bereits börsennotierten Zweckgesellschaft Qell.

Deren Aktionäre stimmten für den Zusammenschluss, wie Qell am Freitag in San Francisco mitteilte. Der Deal bewerte das fusionierte Unternehmen mit 3,3 Milliarden US-Dollar (2,8 Milliarden Euro).

Die siebensitzigen Elektrojets sollen in Deutschland in Serie gebaut werden. Sie sollen senkrecht starten und landen, aber die Strecke mit Hilfe von Tragflächen wie konventionelle Flugzeuge zurücklegen. Damit sollen sie schneller und wirtschaftlicher sein als Modelle von Wettbewerbern. Mit dem Flughafenbetreiber Ferrovial will Lilium nach früheren Angaben Start- und Landeplätze in Florida aufbauen. Die brasilianische Fluggesellschaft Azul will 220 Lilium-Elektrojets für eine Milliarde Dollar kaufen und plant eine strategische Zusammenarbeit.

Spezieller Börsengang für Lilium

Im Zuge der Transaktion flossen dem fusionierten Unternehmen den Angaben zufolge etwa 584 Millionen Dollar zu. Allerdings gaben fast zwei Drittel der Qell-Aktionäre ihre Anteile zurück, statt auf den künftigen Erfolg von Lilium zu setzen. Lilium-Mitgründer und Vorstandschef Daniel Wiegand zeigte sich jedoch begeistert. Die Entscheidung bringe Lilium dem für das Jahr 2024 geplanten kommerziellen Starts näher, sagte er laut Mitteilung.

Fusionspartner Quell ist eine sogenannte Special Purpose Acquisition Company – kurz Spac. Dabei handelt es sich um Finanzvehikel, bei denen meist bekannte Investoren Geld über einen Börsengang sammeln, um später mit einem noch nicht börsennotierten Unternehmen zusammenzugehen.

Dabei haben die Spacs zum Zeitpunkt des Börsengangs kein konkretes Ziel im Auge, sondern locken nur mit dem Versprechen, ein gutes zu finden. Spac-Investoren stellen dem Management des Vehikels also eine Art Blankoscheck aus. Mehr zu Spacs und was sie für Sie als Anleger bedeuten, lesen Sie hier.

Spac-Euphorie etwas verflogen

Für Qell-Anleger hat sich das Ganze bisher nicht gelohnt. Die Papiere wurden im vergangenen Herbst zu 10 Dollar das Stück platziert. Im Zuge des Spac-Booms Ende 2020 und Anfang 2021 kostete das Papier Anfang Februar zeitweise mehr als 15 Dollar.

Inzwischen ist die Euphorie für diese Anlageklasse wieder verflogen und mit ihr schmolzen auch die Kursgewinne bei Qell. Daran konnte auch die Ankündigung des Zusammenschlusses mit Lilium nichts ändern. Zuletzt kostete eine Aktie 9,99 Dollar.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: