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Steigende Energiepreise: Auch Japan gibt Ölreserven frei


Beispiel USA  

Auch Japan gibt nationale Ölreserven frei

24.11.2021, 11:31 Uhr | dpa

Steigende Energiepreise: Auch Japan gibt Ölreserven frei. Ölpumpen in einem Feld (Symbolbild): Um den Anstieg des Ölpreises zu bremsen, gibt nun auch Japan mehrere Millionen Barrel Öl aus der nationalen Reserve frei. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/tifonimage)

Ölpumpen in einem Feld (Symbolbild): Um den Anstieg des Ölpreises zu bremsen, gibt nun auch Japan mehrere Millionen Barrel Öl aus der nationalen Reserve frei. (Quelle: tifonimage/Thinkstock by Getty-Images)

Japan folgt der Strategie der USA: Mit mehreren Millionen Barrel Öl versucht das Land, steigenden Energiepreisen entgegenzuwirken. Ungewiss ist noch, wie der Ölverbund Opec+ reagiert. 

Japan will im Zuge einer abgestimmten Aktion mit den USA und anderen Ländern einige Millionen Barrel Öl aus seinen strategischen Reserven freigeben. Über den Zeitpunkt gebe es noch keine Entscheidung, wurde Industrieminister Koichi Hagiuda am Mittwoch von der Nachrichtenagentur Kyodo zitiert.

Angesichts der gestiegenen Energiepreise hatte US-Präsident Joe Biden am Dienstag die Freigabe von 50 Millionen Barrel Öl angekündigt. Lesen Sie hier mehr dazu. Nach Angaben seiner Regierung handelt es sich um eine konzertierte Aktion mit Ländern wie China, Indien, Japan, Südkorea und Großbritannien. Seit Wochen wurde spekuliert, dass die USA einen Teil ihrer strategischen Ölreserven auf den Markt werfen, um die Preise zu drücken.

Die Stabilität der Ölpreise sei für die wirtschaftliche Erholung wichtig, sagte Hagiuda. Um nicht gegen Japans Gesetz zur Öl-Vorratshaltung zu verstoßen, plant die Regierung laut Kyodo so viel überschüssiges Öl aus den Reserven freigeben, dass das Ziel nicht gefährdet wird, ausreichend Öl für den Verbrauch an 160 Tagen zu lagern.

Markt spekulierte seit Wochen über Freigabe

Am Mittwoch stiegen die Ölpreise trotz Notfreigabe allerdings weiter an. Marktbeobachter führen das auf mehrere Gründe zurück. Zum einen wurde über eine Freigabe seit Wochen spekuliert und an den Märkten in Form fallender Ölnotierungen bereits eingepreist. Zum anderen zeigten sich einige Marktteilnehmer enttäuscht über die freizugebenden Ölmengen und die Tatsache, dass ein Teil dieser Menge später wieder in die Reserve eingelagert werden soll.

Ungewiss ist, wie der Ölverbund Opec+ auf den Schritt der Verbrauchsländer reagiert. Die 23 Förderländer weiten ihre Produktion seit Sommer aus, allerdings nur schrittweise und in moderatem Tempo. Als Reaktion auf die Notfreigabe könnten die Produktionsländer ihre Förderung noch vorsichtiger erhöhen als bisher, meint etwa Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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