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Türkische Lira sackt ab: Erdoğan hält an Niedrigzinsen fest


Erdoğan hält an Politik fest  

Türkische Lira sackt erneut ab

29.11.2021, 14:45 Uhr | dpa

Türkische Lira sackt ab: Erdoğan hält an Niedrigzinsen fest. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan bei einer Pressekonferenz (Archivbild): Trotz massiven Kurseinbrüchen der Lira hält er an seiner Niedrigzinspolitik fest.  (Quelle: imago images)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan bei einer Pressekonferenz (Archivbild): Trotz massiven Kurseinbrüchen der Lira hält er an seiner Niedrigzinspolitik fest. (Quelle: imago images)

Die türkische Lira schwächelt weiter. Am Montag erreichte sie fast wieder das Rekordtief aus der vergangenen Woche. Präsident Erdoğan will unterdessen nicht von seiner Niedrigzinspolitik abrücken.

Trotz schwächelnder Lira will der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan weiter an seiner umstrittenen Niedrigzinspolitik festhalten. Er sei immer gegen eine Erhöhung der Zinsen gewesen und werde es auch in Zukunft sein, sagte Erdogan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Montag. Er werde diesbezüglich keine Kompromisse eingehen.

"Spielchen" mit dem Lira-Kurs und den Zinsen werde man nicht zulassen. Er verfolge mit seiner Wirtschaftspolitik einen "Unabhängigkeitskampf", der "Angriffe" von innen und außen nach sich ziehe, sagte Erdoğan.

Erdoğan will Inflation bis zur Wahl senken

Nach ähnlichen Aussagen Erdoğans war die türkische Lira am vergangenen Dienstag regelrecht eingebrochen und verzeichnete zum Dollar einen Tagesverlust von rund 14 Prozent. Der Eurokurs war zwischenzeitlich auf einen Rekordstand von mehr als 15 Lira gestiegen. Am Montag schwächelte die Währung weiter, ein Euro war knapp 14 Lira wert.

Die türkische Zentralbank hatte die Leitzinsen auf zuletzt 15 Prozent gesenkt – entgegen der gängigen Praxis, einer hohen Inflation mit einer Anhebung des Leitzinses zu begegnen. Erdoğan zeigte sich am Montag zuversichtlich, dass er die Inflation von aktuell rund 20 Prozent bis zu den im Jahr 2023 anstehenden Wahlen senken könne. Erdoğan bekräftige seine Sicht, dass hohe Zinsen der Grund für Inflation seien. Er habe Wirtschaft studiert und kenne sich aus, sagte er.

Kritiker werfen Erdogan vor, Einfluss auf die Notenbank zu nehmen. Der Präsident hat deren Führung in jüngerer Vergangenheit bereits mehrmals ausgetauscht.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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