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Niedrige Zinsen bis 2023: Erdogan drückt die Lira ins Rekordtief


Niedrigzins bis 2023  

Erdoğan drückt mit Zins-Versprechen Lira ins Bodenlose

01.12.2021, 08:53 Uhr | dpa

Niedrige Zinsen bis 2023: Erdogan drückt die Lira ins Rekordtief. Kein Grund zur Freude (Symbolbild): An den Wechselstuben sehen die Türken den Einbruch ihrer Währung. (Quelle: Getty Images/Umit Turhan Coskun)

Kein Grund zur Freude (Symbolbild): An den Wechselstuben sehen die Türken den Einbruch ihrer Währung. (Quelle: Umit Turhan Coskun/Getty Images)

Der türkische Präsident lässt sich nicht beeindrucken: Obwohl die Lira seit Wochen an Wert verliert, kippt Erdoğan Öl ins Feuer. Für die Menschen in der Türkei hat das gravierende Folgen.

Die Talfahrt der türkischen Lira hat sich am Dienstagabend beschleunigt. Für Unmut unter Investoren und damit für weitere Abflüsse aus der Währung sorgte einmal mehr der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan.

Er versprach in einem Interview des Fernsehsenders TRT bis zu den für 2023 geplanten Wahlen niedrigere Zinsen. Zudem sei er nicht länger daran interessiert, mit höheren Leitzinsen kurzfristige Investitionen ins Land zu holen. Die Lira brach darauf hin zum Dollar und Euro auf ein Rekordtief ein.

Der Dollar stieg im Gegenzug bis knapp unter 14 Lira, der Euro kletterte dicht an 16 Lira. Zum Vergleich: Zum Wochenstart mussten für einen Euro phasenweise noch 14 Lira gezahlt werden, Mitte November waren es 12.

Ausländische Unternehmen ziehen sich zurück

Die Währung der Türkei befindet sich schon länger auf Talfahrt, und die Wirtschaft leidet darunter. Hintergrund sind die Einmischungen Erdoğans in die Geldpolitik der Notenbank.

Entgegen jeder volkswirtschaftlichen Vernunft vertritt der Präsident die Ansicht, hohe Zinsen förderten die Inflation. Viele Notenbanker, die sich mehr oder weniger gegen Erdoğan Ansichten stellten, mussten bereits ihren Hut nehmen.

Erst jüngst hatte die türkische Zentralbank die Leitzinsen auf 15 Prozent gesenkt – entgegen der gängigen Praxis, einer hohen Inflation mit einer Anhebung des Leitzinses zu begegnen.

So beträgt die Teuerungsrate zurzeit rund 20 Prozent. In diesem Umfeld scheuen ausländische Unternehmer tendenziell Investitionen in dem Land, was die Wirtschaft zusätzlich belastet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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