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Druck aus China: Uber-Rivale Didi zieht sich von US-Börse zurück


Listung unerwünscht  

Chinesischer Uber-Rivale zieht sich von US-Börse zurück

03.12.2021, 13:04 Uhr | dpa

Druck aus China: Uber-Rivale Didi zieht sich von US-Börse zurück. Ein Auto vor dem Symbol des Dienstleister Didi (Symbolbild): Der Uber-Konkurrent zieht sich von der US-Börse zurück. (Quelle: imago images/VCG)

Ein Auto vor dem Symbol des Dienstleister Didi (Symbolbild): Der Uber-Konkurrent zieht sich von der US-Börse zurück. (Quelle: VCG/imago images)

Der Uber-Konkurrent Didi will die US-Börse in New York verlassen und stattdessen in Hongkong gelistet sein. Der enorme Druck der chinesischen Regierung scheint gewirkt zu haben.

Der durch Chinas Regulatoren stark unter Druck geratene chinesische Uber Uber Tech Aktie-Rivale Didi DiDi Glb Sp ADS-A Aktie Chuxing hat Schritte für einen Rückzug von der Börse in New York angekündigt.

Der Vorstand habe das Unternehmen autorisiert, ein erforderliches Verfahren einzuleiten, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Später solle auf einer Aktionärsversammlung abgestimmt werden. Gleichzeitig werde eine Notierung an der Hongkonger Börse angestrebt.

Aktueller Kurs: Wo steht die Didi-Aktie gerade?

Der Fahrdienst-Vermittler war nur wenige Tage nach seinem Börsengang im Sommer ins Visier der chinesischen Regulatoren geraten, die laut Berichten einen Börsengang von Didi im Ausland verhindern wollten.

Starker Druck aus China

Die Pekinger Cyberspace-Aufsichtsbehörde ordnete nur Tage nach der Notierung in New York die Löschung der Didi-App aus chinesischen App Stores an. In einer Untersuchung seien "schwerwiegende Verstöße" bei der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten durch Didi festgestellt worden, hieß es.

Der Aktienkurs des Uber-Rivalen, der auch in 16 anderen Ländern wie Australien, Brasilien, Mexiko und Russland operiert, hat sich seit dem Börsenstart Anfang Juli halbiert.

Chinesische Firmen sammeln bereits seit vielen Jahren Kapital an der New Yorker Börse ein. Allerdings gibt es vor dem Hintergrund der zunehmenden Spannungen der beiden Supermächte nicht nur in Peking, sondern auch in den USA immer mehr Vorbehalte gegen dieses Vorgehen.

Während Peking Sicherheitsbedenken äußerte, warnten US-Kritiker vor einer mangelnden Transparenz von in New York notierten chinesischen Unternehmen. Auch wurden Sorgen über unklare Verbindungen zur Kommunistischen Partei laut.

China attackierte Tech-Sektor

Die Aufsichtsbehörden in Peking haben zuletzt eine ganze Reihe chinesische Internet-Firmen untersucht und strengere Regeln für sie angekündigt.

Der Wind begann sich bereits im vergangenen Herbst zu drehen, als zuerst Jack Ma, Gründer des Online-Handelsriesen Alibaba, ins Visier der politischen Führung geriet, nachdem er den von Staatsbanken dominierten Finanzsektor des Landes als veraltet und rückständig kritisiert hatte. Der ungewöhnlich forsche Angriff hatte zur Folge, das der Börsengang der Alibaba-Finanztochter Ant Group abgesagt werden musste.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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