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Anleger kehren nach Dax-Einbruch vorsichtig zurĂŒck

Von rtr
Aktualisiert am 25.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Eine Frau zieht den Comirnaty-Impfstoff auf (Symbolbild): Biontech beginnt erste Studien, um seinen auf Omikron angepassten Impfstoff zu testen.
Eine Frau zieht den Comirnaty-Impfstoff auf (Symbolbild): Biontech beginnt erste Studien, um seinen auf Omikron angepassten Impfstoff zu testen. (Quelle: Kirchner-Media/imago-images-bilder)
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Ein Tag nach dem tiefen Fall ging es an den Börsen etwas ruhiger zu. Die Anleger kehrten vorsichtig zurĂŒck, zwei Aktien profitierten davon besonders. Doch eine grundlegende Sorge bleibt.

Ermuntert von der ĂŒberraschend guten Stimmung in der deutschen Wirtschaft kehren Anleger vorsichtig an die europĂ€ischen AktienmĂ€rkte zurĂŒck. Die nahenden Zinserhöhungen in den USA und die Ukraine-Krise dĂ€mpften die Kauflaune weiterhin.

Dax und EuroStoxx50 legten am Dienstag je ein knappes Prozent auf 15.123 beziehungsweise 4.084 Punkte zu, nachdem sie zum Wochenauftakt um rund vier Prozent abgestĂŒrzt waren.

Das war fĂŒr beide der grĂ¶ĂŸte Tagesverlust seit dem Auftauchen der Omikron-Variante des Coronavirus Ende November. Im spĂ€ten US-Handel am Montag hatten die US-Indizes jedoch deutlich an Boden gewonnen. Davon profitierten die HandelsplĂ€tze in Europa am Dienstag.

Unternehmen blicken positiv in die Zukunft

"Die Optimisten nutzen die Gelegenheit, um – zumindest vorĂŒbergehend – wieder die Kontrolle ĂŒber den Aktienmarkt zu erlangen", sagte Analyst Pierre Veyret vom Brokerhaus ActivTrades.

RĂŒckenwind erhielten sie vom Ifo-Index, der die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen widerspiegelt. Er stieg erstmals Juni 2021 wieder. "Die Unternehmen haben offenbar die erste große Verunsicherung durch Omikron bereits hinter sich gelassen und blicken deutlich optimistischer ins Jahr 2022", sagte Christian Lips, Chef-Volkswirt der NordLB.

"Sofern eine militĂ€rische Eskalation zwischen Russland und der Ukraine abgewendet werden kann, stehen die Aussichten fĂŒr einen krĂ€ftigen Aufschwung gut."

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Blick auf die Fed-Entscheidung

Zugleich wuchs wegen der US-Notenbanksitzung die Anspannung am Markt. Er halte es aber fĂŒr unwahrscheinlich, dass die Fed bei ihren Beratungen am Mittwoch eine Zinserhöhung gleich um einen halben Prozentpunkt in ErwĂ€gung ziehe, auf die einige Investoren spekulierten.

Das sagt Anlagestratege Francois Rimeu vom Vermögensverwalter La Francaise. Außerdem werde sie mit Aussagen zum Abbau ihrer Wertpapier-BestĂ€nde vage bleiben, um Panikreaktionen zu vermeiden.

Dow Jones mit kleineren Verlusten

Der US-Standardwerteindex Dow Jones bĂŒĂŸte dennoch im frĂŒhen Handel 1,4 Prozent ein. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen WĂ€hrungen widerspiegelt, stieg dagegen um 0,2 Prozent.

Er profitierte dabei neben den nahenden Zinserhöhungen vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise von seinem Status als "sicherer Hafen". Im Gegenzug fiel der Euro zeitweise auf ein FĂŒnf-Wochen-Tief von 1,1261 Dollar.

Gute Nachrichten fĂŒr Biontech

Am deutschen Aktienmarkt gehörte Biontech mit einem Plus von gut elf Prozent zu den grĂ¶ĂŸten Gewinnern. Die Mainzer Firma beginnt erste klinische Studien mit einem speziell fĂŒr die Omikron-Variante angepassten Coronavirus-Impfstoff.

Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung könnte das Serum bereits im MÀrz auf den Markt kommen. Die Titel des Biontech-Partners Pfizer legten 0,4 Prozent zu.

Gefragt waren auch Lufthansa, die sich um knapp zwei Prozent verteuerten. Durch den geplanten Einstieg beim Alitalia-Nachfolger ITA wĂŒrde die Airline bei einer Normalisierung des öffentlichen Lebens gleich doppelt profitieren.

Zu diesem Ergebnis kommt der Anlagestratege JĂŒrgen Molnar vom Brokerhaus RoboMarkets. "Und langfristig könnten dieser Schritt die in Zukunft etwas breiter aufgestellte Lufthansa durchaus attraktiver machen."

Siemens Rivale unter Druck

Unter Verkaufsdruck geriet General Electric (GE). Der Quartalsumsatz des Siemens-Rivalen blieb mit 20,3 Milliarden Dollar hinter den Markterwartungen zurĂŒck.

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Gleiches gelte fĂŒr das Gewinnziel fĂŒr 2022 von 2,80 bis 3,50 Dollar je Aktie, monierte Analyst Gautam Khanna vom Vermögensverwalter Cowen. GE-Titel steuerten an der Wall Street mit einem Minus von zeitweise neun Prozent auf den grĂ¶ĂŸten Tagesverlust seit fast zwei Jahren zu.

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Von Nele Behrens
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