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Aktien Frankfurt: Schwacher Start in den Mai - Adler-Aktien stĂŒrzen ab

Von dpa-afx
02.05.2022Lesedauer: 2 Min.
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Mit Verlusten ist der Dax am Montag in den als schwierig geltenden Börsenmonat Mai gestartet. Nach seiner recht stabilen Vorwoche sank der deutsche Leitindex gegen Mittag um 0,79 Prozent auf 13 987 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Börsentitel gab um 0,94 Prozent auf 29 809 ZĂ€hler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1,6 Prozent.

Ein echter Befreiungsschlag dĂŒrfte dem Dax aus Sicht der technischen Analyse nur dann gelingen, wenn die Hochs aus der vergangenen Woche nachhaltig ĂŒberwunden wĂŒrden, schrieb Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Die Messlatte dafĂŒr liege in der Region um 14 200 ZĂ€hler.

In der Vorwoche hatte sich der Dax zeitweise 13 500 Punkten genĂ€hert, bevor ihm mit einem Anstieg auf deutlich ĂŒber 14 000 Punkte dann eine Erholung gelang. Dennoch blieb fĂŒr den April ein Verlust von gut zwei Prozent. "Dass jetzt ausgerechnet der Mai beginnt, dem ein besonders schlechter Ruf vorauseilt, ist sicherlich nicht hilfreich", erlĂ€uterte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Zum Wochenauftakt belasteten zunÀchst sehr schwache Vorgaben aus den USA, wo die wichtigsten Indizes vor dem Wochenende wieder tief abgetaucht waren. An der Technologiebörse Nasdaq landete der Auswahlindex Nasdaq 100 nach seinem schwÀchsten Monat seit 2008 auf dem tiefsten Niveau seit MÀrz 2021.

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Im Wochenverlauf richtet sich der Fokus der Anleger auf die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch mit der Fortsetzung der Zinswende. Nach jĂŒngsten deutlichen Signalen der Fed angesichts der hohen Inflation wird am Markt mit einer stĂ€rkeren Zinserhöhung um 0,5 Prozentpunkte gerechnet. Höhere Zinsen belasten tendenziell den Aktienmarkt.

Ein Debakel erleben am deutschen Aktienmarkt gerade die Anleger von Adler Group bei einem Kursabsturz von zuletzt mehr als 44 Prozent. Der WirtschaftsprĂŒfer KPMG verweigerte dem Immobilienkonzern das Testat fĂŒr die GeschĂ€ftszahlen 2021. Die Jahreszahlen, die Adler ungeachtet dessen am Samstag vorlegte und unter dem Strich wegen Abschreibungen einen Verlust von gut einer Milliarde Euro offenbarten, waren fĂŒr die Anleger vor diesem Hintergrund zweitrangig.

Quartalszahlen gab es zudem vom Autozulieferer Stabilus, dessen Aktien zunĂ€chst zulegten, gegen Mittag aber um 0,8 Prozent nachgaben. Stabilus habe vor allem umsatzseitig klar besser als erwartet abgeschnitten, wenn auch die Margen etwas niedriger seien als gehofft, sagte ein Börsianer. Die Papiere von Vitesco setzten mit plus 4,7 Prozent ihren guten Lauf fort. Hilfreich war die Meldung eines Großauftrags der Hyundai Motor Group, die den Achsantrieb EMR4 kĂŒnftig in ihren Elektroautos verbauen. Der Auftrag hat ein Volumen von 2 Milliarden Euro, wurde allerdings bereits auf der Jahrespressekonferenz im MĂ€rz ohne Namensnennung avisiert.

Nordex sanken um 3,8 Prozent. Marktteilnehmer verwiesen dazu auf die gekappten Umsatz- und Margenziele des dÀnischen Windkraft-Konkurrenten Vestas.

Henkel verloren im Dax nach einer von der Deutschen Bank gestrichenen Kaufempfehlung 1,4 Prozent. Am Freitag erst hatten die Anleger eine gesenkte Prognose des KonsumgĂŒterherstellers verkraften mĂŒssen. Am Dax-Ende lagen Mercedes-Benz , Vonovia , BASF und Continental , deren Kursverluste von bis zu 6,8 Prozent aber grĂ¶ĂŸtenteils aus DividendenabschlĂ€gen resultierten./ajx/mis
--- Von Achim JĂŒngling, dpa-AFX ---

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