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Aktien New York Schluss: Dow am Ende einer tristen Woche mit Gewinnen

Von dpa-afx
13.05.2022Lesedauer: 3 Min.
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NEW YORK (dpa-AFX) - Nach einer bis Donnerstag sehr schwachen Börsenwoche ist den US-Aktien am Freitag eine Stabilisierung gelungen. Aussagen des US-Notenbankchefs Jerome Powell zum Zinserhöhungskurs beruhigten die Anleger ein wenig. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss mit einem Plus von 1,47 Prozent auf 32 196,66 Punkten. Auf Wochensicht steht gleichwohl ein Verlust von gut zwei Prozent zu Buche. Am Vortag war der Dow auf den tiefsten Stand seit MÀrz vergangenen Jahres abgesackt.

FĂŒr den marktbreiten S&P 500 ging es am letzten Handelstag der Woche um 2,39 Prozent auf 4023,89 Punkte aufwĂ€rts. Noch grĂ¶ĂŸer waren die Kursgewinne an der von Technologieunternehmen dominierten Börse Nasdaq. Der Nasdaq 100 erholte sich stĂ€rker um 3,70 Prozent auf 12 387,40 Punkte. Aber auch hier summierte sich der Wochenverlust auf fast zweieinhalb Prozent.

Analyst Konstantin Oldenburger vom Handelshaus CMC Markets verwies darauf, dass Fed-Chef Powell in einem Interview fĂŒr die nĂ€chsten beiden Fed-Sitzungen Zinserhöhungen von jeweils einem halben Prozentpunkt in Aussicht gestellt habe. "Powell lĂ€sst zumindest durchblicken, dass er Hinweise auf kollabierende AktienmĂ€rkte und eine WachstumsabschwĂ€chung auch in dieser Situation ernst nimmt", so der Experte. Zuletzt hatten Ängste, dass die Fed mit Leitzinserhöhungen zur BekĂ€mpfung der hohen Inflation das Wachstum abwĂŒrgen könnte, die Aktienkurse unter Druck gesetzt.

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FĂŒr Aufsehen sorgte der Kursrutsch von Twitter. Die von Elon Musk vorĂŒbergehend ausgesetzte Übernahme des Online-Dienstes brockte der Twitter-Aktie einen Verlust von fast zehn Prozent ein. Sie fiel auf das Niveau von vor dem Übernahmeangebot zurĂŒck. Musk will nach eigener Aussage erst Berechnungen abwarten, dass Twitter-Accounts, hinter denen keine echten Nutzer steckten, tatsĂ€chlich weniger als fĂŒnf Prozent aller Accounts ausmachten. Er sei aber weiter an der Übernahme interessiert, betonte der MilliardĂ€r. Analysten vermuteten indes, Musk wolle lediglich den Kaufpreis drĂŒcken.

Dagegen ging es fĂŒr die zuletzt schwer gebeutelten Tesla -Papiere um 5,7 Prozent nach oben. Die Titel des Elektroautobauers hatten ĂŒber ein Viertel verloren, seitdem Musk Mitte April sein Interesse an Twitter öffentlich gemacht hatte.

KrĂ€ftige Kurserholungen erlebten die Aktien der in den vergangenen Wochen stark gefallenen Halbleiterhersteller. So zogen die Papiere von Nvidia und AMD jeweils um mehr als neun Prozent an. Im Dow Jones Industrial zĂ€hlten mit Salesforce, Apple und Microsoft ebenfalls Tech-Titel zu den grĂ¶ĂŸten Gewinnern.

Boeing setzten sich zwischenzeitlich mit mehr als sechs Prozent Plus an die Spitze des Dow. Zuletzt betrug das Plus nur noch 3,3 Prozent. HĂ€ndler verwiesen auf einen Bericht, demzufolge die US-Bundesluftfahrtbehörde FAA die von Boeing eingereichten Dokumente fĂŒr eine Wiederaufnahme der Auslieferungen des Dreamliner 787 als unzureichend bezeichnet.

Die AktionĂ€re von Robinhood <US7707001027 > konnten sich ĂŒber einen Kurssprung von fast 25 Prozent nach oben freuen, nachdem bekannt geworden war, dass sich Sam Bankman-Fried - Chef der KryptowĂ€hrungsbörse FTX - mit 7,6 Prozent an dem Online-Broker beteiligt hat.

Der Euro fiel vor dem Wochenende mit 1,0350 US-Dollar auf ein weiteres Tief seit 2017 und pendelte zuletzt um die Marke von 1,04 Dollar. Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0385 (Donnerstag: 1,0408) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,ß629 (0,9608) Euro gekostet.

Nach den Gewinnen der US-Staatsanleihen im Verlauf der Woche zeigten diese am Freitag SchwĂ€che. Der Terminkontrakt fĂŒr zehnjĂ€hrige Treasuries (T-Note-Future) fiel um 0,72 Prozent auf 119,14 Punkte. Die Rendite fĂŒr zehnjĂ€hrige Staatspapiere stieg im Gegenzug auf 2,94 Prozent./bek/he
--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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