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Aktien New York: Steigende Ölpreise sorgen wieder für gedrückte Stimmung

Von dpa-afx
31.05.2022Lesedauer: 2 Min.
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NEW YORK (dpa-AFX) - Kräftig gestiegene Ölpreise haben am Dienstag erneut Inflations- und Rezessionsängste angefacht und auf die Börsenlaune geschlagen. Auslöser der neuen Ölpreis-Rally war das Ölembargo der EU gegen Russland, auch wenn es nur einen Kompromiss gab.

Nach dem Feiertag am Montag gab der Dow Jones Industrial zuletzt um 0,67 Prozent auf 32 987,18 Punkte nach, womit er seine frühen Verluste spürbar verringerte. Auf Monatssicht bahnt sich für ihn aktuell ein minimales Plus an. Zu verdanken hat der bekannteste Wall-Street-Index das vor allem Schnäppchenjägern, die in der vergangenen Woche für das größte Wochenplus seit 2020 gesorgt hatten. Nach dem Kursrutsch zwischen Ende April bis Mitte Mai hatten sie die tieferen Kurse wieder zum Einstieg genutzt. Dabei halfen auch Signale der US-Notenbank (Fed), die die Anleger als Beleg für eine nur graduelle Straffung der US-Geldpolitik gewertet hatten.

Der marktbreite S&P 500 büßte im frühen Handel am Dienstag 0,72 Prozent auf 4128,50 Zähler ein. Der technologielastige Nasdaq 100 gab um 0,73 Prozent auf 12 589,08 Punkte nach und steht auf Monatssicht damit aktuell mit rund zwei Prozent im Minus.

Bevor womöglich die Zinspolitik der Fed im Handelsverlauf wieder in den Blick rücken könnte, da sich Fed-Chef Jerome Powell mit US-Präsident Joe Biden treffen wird, standen vor allem Ölaktien im Fokus. Die bereits stark gelaufenen Aktien von Dow-Mitglied Chevron etwa legten um 1,4 Prozent zu und kletterten auf ein Rekordhoch. Im S&P 100 zogen ConocoPhillips um 2,5 Prozent an und ExxonMobil um 2,2 Prozent. Für Marathon Oil ging es sogar um 5,1 Prozent hoch.

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All diese Werten profitierten davon, dass die Europäische Union (EU) russische Öllieferungen auf dem Seeweg unterbinden will. Transporte per Pipeline bleiben indes möglich. Laut EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen werden die Öl-Importe aus Russland bis zum Jahresende um 90 Prozent reduziert.

Ein starker Anlauf des Kinofilms "Top Gun - Maverick" beflügelte derweil die Aktien des Kinobetreibers AMC Entertainments. Sie gewannen 1,2 Prozent. Kursgewinne verbuchten auch zahlreiche an der Wall Street gelistete chinesische Unternehmen wie Alibaba und Baidu, die um jeweils rund 4 Prozent stiegen. Auftrieb gab die Lockerung der Corona-Lockdowns in China und sich aufhellende chinesische Konjunkturdaten.

Nachbörslich stehen zudem noch einige Quartalsberichte an, unter anderem vom im Dow notierten Softwarehersteller Salesforce sowie dem Computer-Urgestein HP Inc. Während Salesforce zuletzt um 2,0 Prozent nachgaben, legten HP um 1,8 Prozent zu.

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