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Gefragte Chip-Aktien – so wird an der Knappheit verdient

Gefragte Chip-Aktien – so wird an der Knappheit verdient

29.09.2021, 17:03 Uhr

.  (Quelle: Pixabay)

Chips sind rar, was die Halbleiterbranche für Anleger interessant macht. (Quelle: Pixabay)

Die jüngsten Unternehmensmeldungen haben gezeigt, dass Firmen aus unterschiedlichen Branchen immer wieder auf eine Chipknappheit hingewiesen haben. Die Situation dürfte auch weiterhin eines der beherrschenden Themen an den Börsen sein – so können Anleger davon profitieren. 

Chips sind das Lebenselixier für viele Unternehmen. Ohne die kleinen elektrischen Helfer geht in vielen Branchen gar nichts. Chips oder auch Halbleiter sind ein wesentlicher Baustein in zahlreichen Produkten, die unser Leben einfacher machen. Angefangen von Handys über Staubsauger-Roboter und Haushaltsgeräte bis hin zu modernen Elektroautos.

Die Halbleiterhersteller haben ihre Produktionskapazitäten daher ausgeweitet: Laut AMD-Chefin Lisa Su wird die Chipindustrie 20 neue Fabriken in Betrieb nehmen, für 2022 wird eine ähnliche Anzahl erwartet. Dennoch konnte die boomende Nachfrage bisher nicht befriedigt werden. Der Mangel dürfte bis weit in das kommende Jahr anhalten.

Automobilindustrie hart getroffen

Besonders hart getroffen ist nach wie vor die Automobilindustrie. Zahlreiche Hersteller mussten Produktionsunterbrechungen hinnehmen, weil die Halbleiterkomponenten immer häufiger verwendet werden, insbesondere bei E-Autos, aber die Lieferung fehlt. Mit dem zunehmenden Trend zu Elektrofahrzeugen sowie immer komplexeren Bordcomputern mit Funktionen wie dem autonomen Fahren werden viel mehr Chips benötigt als bei älteren Modellen. Prognosen zufolge kletterte der Anteil der elektronischen Bauteile an den Produktionskosten eines Autos von gut 20 Prozent zur Jahrtausendwende auf 35 Prozent im Jahr 2010, aktuell liegt der Anteil bei knapp 40 Prozent. Ende des Jahrzehnts könnte der Wert rund 50 Prozent ausmachen.

Infineon

40,94 EUR+37,10%
Aktuelles ChartZeitraum 1 Jahr16:33 UhrXetra
Infineon Aktie
Hoch
43,46
Zwischenwert Hoch / Mittel
39,82
Mittel
36,17
Zwischenwert Mittel / Tief
32,53
Tief
28,88
Jan '21Apr '21Jul '21Okt '21

Für Anleger ist die Halbleiterbranche daher spannend. Anleger können auf Einzelwerte setzen, alternativ ist auch ein Investment in ETFs oder Fonds, die schwerpunktmäßig in Chip- und Technologieaktien investieren. Infineon zählt zu den Gewinnern der Branche und zeigt relative Stärke im Branchenvergleich. Die Münchner treffen mit ihren energieeffizienten Chips, mit denen bis zu 25 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs eingespart werden, den Nerv der Zeit. Der Auftragsbestand liegt auf Rekordniveau und deckt mehr als zwei Jahre ab. Allerdings ist der Wert mit einem 2022er-KGV von 26 bereits sportlich bewertet verglichen mit einem Branchen-KGV von 20.

Tech-Aktien mit Einstiegschance?

Eine Alternative zu einem Direktinvestment in eine Chip-Aktie ist der ETF auf die Halbleiterbranche von iShares: MSCI Global Semiconductors-ETF (ISIN: IE000I8KRLL9). Das Produkt hat eine moderate Gebühr (Gesamtkostenquote) in Höhe von 0,35 Prozent. Die größten Positionen im ETF sind Nvidia (7,6%), Taiwan Semiconductor (7,5%) und ASML (7,5%). Anleger sollten allerdings das Dollarrisiko beachten, denn rund 65 Prozent der Aktien im ETF stammen aus dem Dollarraum.

Im Fondsbereich ist Fidelity mit ihrem Global Technology Fund A (ISIN: LU0099574567) breiter im Tech-Sektor aufgestellt. Software, Hardware und Halbleiter sind in dem Fonds die dominierenden Branchen. Auch hier überwiegen die Titel aus dem Dollarraum. „Allerdings stehen derzeit vor allem Technologieaktien unter Druck“, meint Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei RoboMarkets. „Sie zählten während der Corona-Pandemie zu den stärksten Gewinnern und stiegen im Vergleich zum Gesamtmarkt um ein Vielfaches. Die Anlegerlieblinge weisen deshalb schon seit einiger Zeit starke Überbewertungen auf“, ergänzt Molnar. Der jüngste Einbruch bei Tech-Aktien bedeutet gleichzeitig auch ein Rückgang der Bewertung und eine Einstiegschance, wie es sie in den vergangenen Jahren immer wieder punktuell gegeben hat.

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