Deutsche Börse: Keine großen Aktienkäufe von Anlegern erwartet

Von ella, dpa25.01.2023, 08:51

Nach dem starken Jahresstart zur Wochenmitte dürften die Anleger am deutschen Aktienmarkt ihre jüngste Zurückhaltung fortsetzen. Für den deutschen Leitindex signalisiert der X-Dax rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsauftakt an diesem Mittwoch ein Minus von circa 0,2 Prozent auf 15 068 Punkte. Es wird damit gerechnet, dass der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 auch etwa 0,2 Prozent tiefer liegt.

t-online aktuell 25.01.2023

„Der Dax stemmt sich bisher erfolgreich gegen einen größeren Rücksetzer. Für einen weiteren Kursanstieg mangelt es aber an positiven Impulsen“, führte Analyst Thomas Altmann von QC Partners aus. Die Bekanntgabe des Ifo-Index könnte am Vormittag für frischen Wind sorgen. Der Dax hatte vor einer Woche einen Höchstwert seit Februar 2022 erzielt und im noch jungen Jahr knapp 10 Prozent gewonnen. Die Marke von 15 000 Punkten konnte er in der anschließenden Konsolidierung allerdings nur mit Mühe verteidigen.

Altmann sagte, dass der bisherige Verlauf der Firmenberichtssaison noch nicht ausgereicht habe, um die Investoren zu größeren Aktienkäufen zu bewegen. „Wir erleben im Moment eine Art simultanen Käufer- und Verkäuferstreik. Neu einsteigen will im Moment niemand. Gleichzeitig ist so früh im Jahr aber auch kaum jemand bereit, sich mit Gewinnmitnahmen aus dem Aktienmarkt zurückzuziehen", so die Analyse des Experten.

Die Aktien von Rheinmetall dürften unter den Einzelwerten im Blickfeld stehen. Sie legten auf der Handelsplattform Tradegate gegenüber dem Xetra-Schluss um 3 Prozent auf ein Rekordhoch zu. Mit Kampfpanzern westlicher Bauart zeichnet sich nach wochenlangen Debatten eine größere Allianz zur Unterstützung der Ukraine ab. Deutschland will Leopard-2-Panzer in die Ukraine liefern und das auch anderen Ländern wie Polen oder Finnland erlauben, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfuhr.

Die Reaktionen der Titel von Aroundtown und Grand City Properties waren vorbörsliche Verluste von 2,2 beziehungsweise 1,5 Prozent auf eine Abstufung durch die Societe Generale (SocGen).

Bei einem unveränderten Kursziel von 33 Euro stufte die Deutsche Bank Research Aixtron aus Bewertungsgründen von „Buy“ auf „Hold“ ab. Auf der Handelsplattform Tradegate gingen die Aktien rund vier Prozent auf 29,99 Euro zurück. Bei Aixtron am Mittwoch werden vor allem Geschäftszahlen des Branchenkollegen ASML im Blick stehen, die die Anleger auf Signale für den deutschen Chipindustrie-Ausrüster abklopfen. Dessen Aktie nahmen vorbörslich leicht an Fahrt auf.

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