Etwa 30 Abrams-Panzer aus den USA für die Ukraine

Von ella, dpa25.01.2023, 10:20

Nach Berichten von US-Medien wollen die Vereinigten Staaten der Ukraine etwa 30 Panzer vom Typ M1 Abrams zur Verfügung stellen. Die „New York Times“ und andere Medien hatten zuvor unter Berufung auf Insider von etwa 30 bis 50 berichtet. Mehrere US-Medien zitierten am Dienstagabend (Ortszeit) Amtspersonen, die mit dem Anliegen vertraut sind, denen zufolge „um die 30“ Abrams-Panzer geplant seien. Es damit gerechnet, dass sich die US-Regierung am Mittwoch offiziell zu der Panzer-Freigabe äußert.

t-online aktuell 25.01.2023

Mit den Panzern soll die Ukraine bei ihrem Abwehrkampf gegen den vor knapp einem Jahr begonnenen russischen Angriffskrieg unterstützt werden. Auch wird eine russische Frühjahrsoffensive befürchtet.

Es dürfte der „Washington Post“ zufolge aber Monate, wenn nicht Jahre dauern, bis die Abrams-Panzer im Krieg eingesetzt werden. Dass die Fahrzeuge zum Frühjahr in der Ukraine ankommen, wenndie Offensive Russlands beziehungsweise eine Gegenoffensive der Ukraine zur Rückeroberung russisch besetzter Gebiete erwartet wird, sei laut der Zeitung nicht wahrscheinlich.

Die USA hatten bisher betont, man halte eine Abrams-Bereitsstellung aus praktischen Gründen nicht für sinnvoll. Hintergrund des Umschwenkens soll die – ebenfalls noch nicht offizielle – deutsche Bereitschaft sein, der Ukraine nun doch noch Leopard-2-Kampfpanzer bereitzustellen. Bundeskanzler Olaf Scholz soll nach wochenlangem Hin und Her die US-Zusage zu den Abrams zur Voraussetzung für die  koordinierte Lieferung von Panzern westlicher Bauart in die Ukraine gemacht haben.

Der „Washington Post“ zufolge appellierten ukrainische wie US-amerikanische Politiker an die Regierung von US-Präsident Joe Biden, wenigstens eine kleine Zahl von Abrams-Panzern zu bewilligen, damit Berlin die erforderliche Rückendeckung für die eigene Leopard-Zusage habe.

In der Frage um die Lieferung hat Deutschland als Produktionsland des Leopard-2 eine Schlüsselrolle inne, da es nicht nur die Entscheidung über eigene Lieferungen trifft. Die Bundesregierung muss auch zustimmen, dass etwa Finnland oder Polen in ihrem Besitz befindliche Leoparden an die Ukraine weitergeben dürfen.

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