Europas Börsen erwartungsgemäß schwächer

Von ella, dpa08.12.2022, 12:43

Am Donnerstag haben Europas Börsen an die Vortagesschwäche angeknüpft. Damit folgten sie der Entwicklung an den internationalen Leitbörsen. Gegen Mittag verlor der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 0,22 Prozent auf 3912,44 Punkte.

t-online aktuell 08.12.2022

Leichte Verluste meldeten auch die großen europäische Handelsplätze. Der französische Cac 40 sank um 0,17 Prozent auf 6649,33 Punkte, während der britische FTSE 100 um 0,1 Prozent auf 7484,90 Zähler nachgab. Marktexperte Andreas Lipkow beschrieb das Geschäft mit dünnen Umsätzen als abwartend. Die Erzeugerpreise in den USA könnten erst am Freitag für ein wenig Marktbewegung sorgen. Sie lieferten eine Indikation für die Inflationszahlen im November, wie die Volkswirte der Helaba hinzufügten.

Unterdessen ist die Aufmerksamkeit bereits auf die kommende Sitzung der US-Notenbank gerichtet. Konstantin Oldenburger, Marktanalyst beim Broker CMC Markets, erklärte: "Die Fed-Sitzung in der kommenden Woche dürfte die Weichen für das neue Jahr stellen und wohl auch die Entscheidung herbeiführen, ob der Aktienmarkt seine Erholung fortsetzt oder ihm zum Jahreswechsel zunächst ein ähnliches Schicksal wie in diesem Jahr droht."

Die Veränderungen bei den europäischen Marktsektoren waren überschaubar. Lipkow meinte dazu: "Klare Tendenzen und Favoritenbranchen sind nicht lokalisierbar." Von den Verlusten vom Vortag erholten sich Energie- und Rohstoffaktien. Am Vortag hatten schwache Wirtschaftsdaten aus China als weltweit größtem Rohstoffimporteur belastet. Nach den Vortagesgewinnen verzeichneten Pharmawerte dagegen einen Verlust. Auch gute Nachrichten aus der Schweiz änderten daran nichts. Für ein Test-Verfahren, mit dem die Alzheimer-Krankheit diagnostiziert werden kann, hat der Pharmakonzern Roche die US-Zulassung bekommen.

In einer Phase-III-Studie mit dem Kandidaten Iptacopan erreichte Novartis zudem den primären Endpunkt der Untersuchung. Wie der Pharmakonzern mitteilte, habe sein Einsatz bei Patientinnen und Patienten in einer 24-wöchigen Behandlung zu einem klinisch bedeutsamen Anstieg der Hämoglobinwerte im Vergleich zum Ausgangswert geführt, ohne dass Bluttransfusionen erforderlich wurden. Die Kursreaktionen von Novartis und Roche blieben zwar überschaubar, beide Werte konnten sich jedoch immerhin mit leichten Gewinnen der Branchentendenz entziehen.

Auch die Reaktion von Unilever auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach der Lebensmittelkonzern den Verkauf von Eiscrememarken in den USA erwägt, war überschaubar. 0,3 Prozent gewann die Aktie. Das Kursziel hatte HSBC auf 3900 Pence gesenkt und somit unter das aktuelle Kursniveau gesenkt. Dagegen profitierten Swiss Re von einer Hochstufung auf "Overweight" durch JPMorgan und kletterte um 1,4 Prozent.

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