Hackerangriff auf IT-Infrastruktur des Baustoffherstellers Knauf

Von ella, dpa30.06.2022, 12:50

IPHOFEN (dpa-AFX) – Der Baustoffhersteller Knauf ist Ziel eines Cyberangriffs geworden, wie das Unternehmen mit Sitz in Iphofen (Landkreis Kitzingen) am Donnerstag bekanntgab. "Main-Post" hatte zuvor darüber berichtet.

In der Nacht zum Mittwoch hätten bislang unbekannte Täter die IT-Infrastruktur des Konzerns attackiert, heißt es weiter: "Der Angriff wurde umgehend erkannt und in der Folge professionell isoliert." Teile der Systeme seien aus Sicherheitsgründen und für weitere IT-forensische Untersuchungen vorläufig heruntergefahren worden und das beeinträchtige die Lieferketten der Gruppe. Weitere Angaben machte das Unternehmen nicht.

Knauf war bereits Mitte Mai in den Blickpunkt geraten, nachdem in der Ostukraine eine stillgelegte Gipsplattenfabrik des Unternehmens im Zuge der russischen Invasion bombardiert wurde. Daraufhin hatte Knauf das Werk außer Betrieb gesetzt.

Mit etwa 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stellt die Unternehmensgruppe Knauf Baustoffe und Bausysteme her, womit sie im vergangenen Jahr eines Jahresumsatz von 2,5 Milliarden Euro erwirtschaftete. Eigenen Angaben zufolge ist das Unternehmen weltweit in 90 Ländern tätig.

Im Mai war ein Hacker-Angriff auf den Allgäuer Landtechnik-Hersteller Fendt, der zum US-amerikanischen Konzern AGCO gehört, verübt worden, was Produktionsausfälle nach sich gezogen hatte. AGCO hatte am 6. Mai mitgeteilt, einen Hackerangriff mit Erpressungssoftware entdeckt zu haben./zk/DP/stw

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